Ein Airbus-Mitarbeiter steht vor einem Flugzeug. © picture alliance/Daniel Reinhardt/dpa Foto: Daniel Reinhardt

Jobabbau: Airbus will Mitarbeiter mit Geld zum Gehen bewegen

Stand: 13.10.2020 13:43 Uhr

In der Corona-Pandemie ist bei Airbus die Nachfrage nach neuen Flugzeugen stark eingebrochen. Der Konzern will Stellen streichen. Statt Kündigungen setzt Airbus zunächst auf freiwilliges Ausscheiden.

Allein in Norddeutschland sollen mindestens 3.200 Stellen bei Airbus und 1.900 beim Zulieferer Premium Aerotec wegfallen. Betroffen sind auch die Standorte Buxtehude und Stade, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet. Bis Ende März soll es an den deutschen Standorten keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Das haben nach Angaben eines Airbus-Sprechers die Sozialpartner ausgehandelt. Seit etwa zwei Wochen verhandeln Management, Betriebsräte und die IG-Metall über einen Sozialplan. Airbus-Arbeitsdirektor Marco Wagner hofft, dass möglichst viele Mitarbeiter das Angebot von Abfindungen annehmen.

Abfindungen je nach Dauer der Zugehörigkeit

Sollten sich bis Ende März jedoch nicht genug Flugzeugbauer finden, die freiwillig gehen, schließt der Flugzeugbauer danach auch Kündigungen in der Stammbelegschaft nicht länger aus. Die von der Personalabteilung vorgeschlagene Abfindung richtet sich im Wesentlich danach, wie lange ein Beschäftigter schon bei Airbus arbeitet. Der nächste Verhandlungstermin zwischen Airbus und der IG Metall Küste ist im November. Dann geht es unter anderem um Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnausgleich. Weltweit will Airbus rund 15.000 Stellen abbauen.

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Ein Airbus-Techniker arbeitet in einem Rumpfsegment in der neuen Strukturmontage der Airbus A320 Familie in Hangar 245 im Airbus Werk in Finkenwerder. © picture alliance/dpa Foto: Christian Charisius

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 13.10.2020 | 13:00 Uhr

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