Ein Tankschiff liegt an einer Kaimauer. © TV-Elbnews

Havariertes Frachtschiff liegt weiter im Elbe-Seitenkanal

Stand: 21.02.2021 15:45 Uhr

Das am Freitag im Elbe-Seitenkanal leckgeschlagene Binnenschiff hat die Unglücksstelle vor dem Schiffshebewerk Scharnebeck bislang nicht verlassen können.

Wie die Wasserschutzpolizei am Sonntag mitteilte, ist das Schiff noch nicht bewegt worden. Zu Beginn der Woche sollen Taucher und Sachverständige weitere Untersuchungen durchführen, teilte eine Sprecherin. Die Außenwand des unbeladenen Lebensmittelfrachtschiffes war am Freitagabend nach der Kollision mit einer Eisscholle aufgerissen. Auf dem Kanal gibt es trotz des Tauwetters noch erheblichen Eisgang.

Wasser läuft in Maschinenraum

Die Besatzung hatte am Freitag gegen 18.15 Uhr die Feuerwehr alarmiert, weil Wasser in den Maschinenraum eindrang. Als die Einsatzkräfte eintrafen, stand es bereits etwa 15 Zentimeter hoch. Mit zwei Tauchpumpen wurde das von Öl und Diesel kontaminierte Wasser zunächst abgepumpt. Da Feuerwehrwehrtaucher das Leck nicht finden konnten, entschieden die Verantwortlichen, das 80 Meter lange Schiff kontrolliert leicht absinken zu lassen. Dies sei möglich gewesen, da das Wasser nur in den Maschinenraum lief und der Frachter daher noch genügend Auftrieb hatte. Zudem wurde eine Ölsperre ausgelegt. Während des Einsatzes der Taucher musste der Kanal zwei Stunden lang für die Schifffahrt komplett gesperrt werden.

Keine Weiterfahrt möglich

Spezialtaucher sollen nun klären, wo das Wasser in den Maschinenraum eindringen konnte. Nach Einschätzung des Polizeisprechers dürfte das Schiff danach in eine Werft geschleppt werden. Eine Weiterfahrt aus eigener Kraft sei wegen der Wasserschäden im Maschinenraum nicht möglich. Das unter Schweizer Flagge fahrende Schiff war auf dem Weg von Hamburg nach Salzgitter.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 21.02.2021 | 15:00 Uhr

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