Göhrde-Morde: Ermittler prüfen Auftragskiller-Theorie

Ein Blaulicht auf dem Dach eines Polizeiwagens. © picture alliance/dpa Foto: Friso Gentsch
Auch 31 Jahre nach den Taten suchen die Ermittler nach dem Göhrde-Mörder. (Themenbild)

Im Zusammenhang mit den sogenannten Göhrde-Morden haben Ermittler in Lüneburg weiterhin keine handfesten Beweise. Auch einer Theorie, dass es sich bei dem Täter um einen Auftragsmörder gehandelt hat, geht die achtköpfige Ermittlungsgruppe nach. "Das ist eine Arbeitshypothese von mehreren. Wir wollen alles berücksichtigen und schließen nichts aus", sagte Mathias Fossenberger, Polizeioberkommissar in der für den Fall zuständigen Polizeidirektion Lüneburg. Ein damaliger Friedhofsgärtner gilt nicht nur als Verantwortlicher für zwei Doppelmorde 1989 in der Göhrde im Landkreis Lüchow-Dannenberg. Unter einer Garage wurde auf dem ehemaligen Grundstück des Mannes im Herbst 2017 am Stadtrand von Lüneburg zudem die Leiche einer 1989 verschwundenen Frau gefunden. Besonders interessiert die Beamten ein möglicher Mittäter des Gärtners, der sich 1993 in U-Haft umbrachte, wo er wegen anderer Vorwürfe einsaß. "Der Mann, gegen den ermittelt wird, spricht nicht mit uns. Er wird von einem Anwalt vertreten", erklärte Polizeisprecher Fossenberger. Die Ermittler überprüfen mögliche Verbindungen zu bundesweit rund 250 Taten. Dazu gehören auch Tötungsdelikte und Vergewaltigungen. Seit der Ausstrahlung des ARD-Dreiteilers "Das Geheimnis des Totenwaldes" hoffen die Ermittler auf neue Hinweise aus der Bevölkerung.

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