Stand: 11.12.2018 16:31 Uhr

Feuerwehrmann: Mit Einsatzwagen ins Restaurant

Ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Oerzen im Landkreis Lüneburg hat alkoholisiert mit Kumpels eine Spritztour in einem Einsatzfahrzeug unternommen. (Themenbild)

Dieser "Einsatz" bringt nur Ärger: Am Wochenende ist ein Feuerwehrauto mit Blaulicht und Sirene bei einem Burgerladen in Lüneburg vorgefahren. Dabei brannte es gar nicht. Drei junge Männer sprangen gut gelaunt aus dem Fahrzeug. Ein 20-jähriges Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Oerzen hatte mit zwei Kumpels eine unerlaubte Spritztour in das Lokal unternommen - alkoholisiert. Die gute Laune war bald verflogen. Die Polizei stellte einen Atemalkoholwert von 1,5 Promille fest. Dem Mann droht ein Verfahren. Außerdem überlegt die zuständige Samtgemeinde Ilmenau, den Mann anzuzeigen. Er hat die Freiwillige Feuerwehr nach dem Vorfall verlassen.

Spritztour: Alkohol-Fahrt mit Blaulicht und Martinshorn

Der Mann hatte mit seinen beiden Freunden in der Nacht zu Sonntag das nicht verschlossene Einsatzfahrzeug entwendet. Die drei jungen Männer fuhren mit Blaulicht, Martinshorn und Lautsprecherdurchsagen ins rund zehn Kilometer entfernte Lüneburg und hielten vor einem Schnellrestaurant. Die alarmierte Polizei ließ den 20-Jährigen pusten. Das Gerät zeigte 1,5 Promille an. Der Mann sagte aus, nach der Fahrt weitergetrunken zu haben. Ein Arzt entnahm ihm eine Blutprobe. Dem jungen Mann drohen neun Monate Führerscheinentzug und eine Geldstrafe.

Brandmeister: Kein Kavaliersdelikt

Gemeindebrandmeister Uwe Hauschild sagte, er könne bei Kavaliersdelikten ein Auge zudrücken. Dieser Vorfall falle nicht darunter. "Es war sicherlich Alkohol im Spiel, es wurden Menschen gefährdet", sagte Hauschild. Er fügte an, dass das Einsatzfahrzeug im Notfall nicht bereit gestanden hätte.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 11.12.2018 | 17:00 Uhr

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