Stand: 12.10.2018 10:11 Uhr

Fall Marinowa: Verdächtiger wird ausgeliefert

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Bei einer Mahnwache in Sofia haben Menschen in dieser Woche an die getötete Journalistin erinnert.

Im Fall der vergewaltigten und ermordeten bulgarischen TV-Journalistin Viktoria Marinowa steht der Verdächtige vor der Auslieferung. Der Mann wird in den kommenden zehn Tagen nach Bulgarien gebracht. Das hat das Oberlandesgericht Celle angeordnet, wie am Freitag bekannt wurde. Der Mann war am Dienstagabend in Stade festgenommen worden. Die Tat hat der 20-Jährige nach Angaben seiner Mutter angeblich gestanden. "Er gab zu, dass er es getan hat, als er betrunken war und stark unter Drogen stand", sagte die Frau dem bulgarischen TV-Sender Nova am Donnerstag. Das Gespräch wurde in Deutschland geführt.

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Getötete Journalistin: Haftbefehl erlassen

Hallo Niedersachsen -

In Stade ist der mutmaßliche Mörder der Investigativ-Journalistin Marinowa in Bulgarien festgenommen worden. Gegen den 20-Jährigen wurde der europäische Haftbefehl erlassen.

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Spezialkräfte nehmen Verdächtigen fest

Der Festgenommene wird verdächtigt, am vergangenen Sonnabend die bulgarische Journalistin Viktoria Marinowa ermordet zu haben. Anschließend floh er mit einem Auto in die Bundesrepublik. Schließlich wurde er in Stade gefasst. Am Mittwoch bestätigte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD), dass Zielfahnder des Landeskriminalamtes den Mann zuvor aufgespürt hätten. Ein Mobiles Einsatzkommando (MEK) habe ihn kurze Zeit später festgenommen. Marinowas Leiche war einem TV-Bericht zufolge in einem Park am Donauufer der Stadt Russe in Bulgarien entdeckt worden. Die Journalistin wurde geschlagen, vergewaltigt und dann erwürgt, hieß es.

Mann leistete keinen Widerstand

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LKA-Präsident de Vries (rechts) lobte die Zusammenarbeit der Behörden.

Bei der Festnahme war der Mann nach Behördenangaben unbewaffnet und leistete keinen Widerstand. Die Festnahme sei dem Innenministerium zufolge in der Wohnung von Familienangehörigen erfolgt. Die Identität des 20-Jährigen sei von bulgarischer Seite bestätigt worden, nach dortigen Informationen soll er allerdings 21 Jahre alt sein.

DNA-Material des Tatverdächtigen an der Leiche

Der Festgenommene sei polizeibekannt, sagte Bulgariens Innenminister Mladen Marinow am Mittwoch in Sofia. "Wir verfügen über genug Beweise, die diese Person mit dem Ort des Verbrechens und dem Opfer in Verbindung bringen", sagte er. Man habe DNA-Material des Verdächtigen an der Leiche identifiziert. In seiner Wohnung in Russe sei zudem Marinowas Handy gefunden worden, berichtete der private Fernsehsender bTV. Laut bulgarischen Medienberichten soll es zwischen mutmaßlichem Täter und Opfer keine persönliche Verbindung gegeben haben.

Videos
01:45
NDR//Aktuell

Festnahme in Stade nach Mord an Journalistin

10.10.2018 14:00 Uhr
NDR//Aktuell

Die bulgarische Journalistin Viktoria Marinowa ist offenbar vergewaltigt und getötet worden. In Stade haben die Behörden nun einen 20-jährigen Verdächtigen festgenommen. Video (01:45 min)

Marinowas letztes Thema: Betrug mit EU-Fördergeldern

In der jüngsten Ausgabe der von Marinowa moderierten Investigativsendung ging es um einen angeblichen Betrug mit EU-Fördergeldern. Nach Angaben des bulgarischen Innenministers besteht nach derzeitigem Ermittlungsstand allerdings kein Zusammenhang zwischen der Tat und der Arbeit der Journalistin: "Die Beweise, die wir derzeit haben, lassen auf einen spontanen Angriff schließen, um das Opfer sexuell zu missbrauchen."

Tagesschau.de

Mord an bulgarischer Journalistin: Festnahme in Stade

Spezialkräfte des Landeskriminalamtes haben in Stade einen 20-Jährigen festgenommen. Der Mann soll die bulgarische Journalistin Viktoria Marinowa vergewaltigt und ermordet haben. (10.10.2018) mehr

Link

Bulgarische TV-Journalistin getötet

Die bulgarische Investigativ-Journalistin Viktoria Marinova ist vergewaltigt und getötet worden. Ihre Leiche wurde in einem Park gefunden. Mehr dazu auf Tagesschau.de. (08.10.2018) extern

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 12.10.2018 | 10:30 Uhr

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