Stand: 09.10.2017 15:51 Uhr

Drohne hilft bei schwierigen Rettungseinsätzen

Die Suche nach Verletzten und Vermissten könnte in Zukunft durch Drohnen erleichtert werden, etwa in unwegsamem Gelände. Dafür haben die Deutsche Flugsicherung und die Deutsche Telekom Drohnen mit einem extra entwickelten Mobilfunkmodul und mit GPS ausgestattet. Damit lässt sich die Drohne aus der Ferne über das LTE-Netz der Telekom steuern, wird also nicht mehr auf Sicht geflogen. Position und Bilddaten werden in Echtzeit an eine Bodenstation übermittelt. Den Einsatz dieses technischen Hilfsmittels hat die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Sonntag in Horneburg im Landkreis Stade getestet.

Drohne kann vermisste Person schnell finden

Das Szenario der Rettungsübung: Im dichten Schilf einer Elbinsel wird nach einem Kind gesucht. Die Drohne wird losgeschickt, sucht das Gebiet mit einer Wärmebildkamera ab, wird fündig und überträgt ihre Positionsdaten an die Einsatzleitstelle. Das Fazit der Übung: Die Retter hätten die vermisste Person im Ernstfall schnell finden können. "Die Drohne konnte ein Riesen-Areal für uns abarbeiten", sagte Robert Rink von der DLRG. Innerhalb von zehn Minuten hatte das Gerät das - in diesem Fall fiktive - Kind geortet. Ohne dieses technische Hilfsmittel hätte er 40 Retter einsetzen müssen, die für die Suche etwa 20 Minuten gebraucht hätten, rechnete Rink im Gespräch mit NDR.de vor. Die 40 Kräfte könne er so sparen - und die im Notfall möglicherweise entscheidenden zehn Minuten ebenfalls.

Schnelle Hilfe aus der Luft

Die neue Drohnentechnik könnte auch in anderen Bereichen eingesetzt werden. Flugsicherung und Telekom wollen sie nach und nach in unterschiedlichen Anwendungsgebieten testen.

Weitere Informationen

Drohne mit Drogen stürzt über Gefängnis ab

Eine mit Drogen beladene Drohne ist auf dem Gelände der Justizvollzugsanstalt Lüneburg abgestürzt. Die Polizei fahndet nun fieberhaft nach dem "Piloten". (06.10.2017) mehr

"Führerscheine" für Drohnen werden Pflicht

Wer eine Drohne aufsteigen lässt, die mehr als zwei Kilogramm wiegt, braucht einen Kenntnisnachweis. Wer ohne Lizenz fliegt, muss mit einem Bußgeld rechnen. (29.09.2017) mehr

Drohne im Hochwassereinsatz

Die Drohne "Hugin" ist an der TU Braunschweig entwickelt worden, um bei Hochwassereinsätzen zu helfen. Zur Feuertaufe kam es bereits nach den Starkregenfällen im Juli. (27.08.2017) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 09.10.2017 | 12:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen

03:46
Hallo Niedersachsen

A2-Unfälle: Freiwillige Feuerwehr am Limit

17.07.2018 19:30 Uhr
Hallo Niedersachsen
01:21
NDR//Aktuell

Umwelthilfe klagt gegen Nitrat im Boden

17.07.2018 21:45 Uhr
NDR//Aktuell
00:49
Niedersachsen 18.00

Barsinghausen: DNA-Spur erhärtet Verdacht

17.07.2018 18:00 Uhr
Niedersachsen 18.00