Stand: 06.12.2018 14:12 Uhr

Digitalisierung: 300 Millionen Euro für Truppe in Munster

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat am Donnerstag die Truppe in Munster besucht.

Der Bundeswehrstandort in Munster soll eine wichtige Rolle bei der Digitalisierung des Heeres spielen. Das kündigte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Donnerstag bei einem Besuch des Standorts in der Lüneburger Heide an. Demnach soll dort eine rund 200 Mann starke neue Einheit aufgebaut werden, die technisches Gerät für die Kampftruppen der Bundeswehr testet. Allein in Munster würden in das Digitalisierungsprojekt 300 Millionen Euro investiert, so von der Leyen.

Ein Panzer. © NDR

Munster probt Digitalisierung der Bundeswehr

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat in Munster das neue Digitalisierungsprojekt der Bundeswehr vorgestellt. Funkgeräte etwa sollen bald der Vergangenheit angehören.

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So funktioniert das "Battle Management System"

Bislang melden Späher einen feindlichen Panzer per Sprechfunk an den Gefechtsstand. Dieser gibt die Informationen ebenfalls per Sprechfunk an die Luftwaffe weiter, die den Panzer dann bekämpft. Diese Art der Kommunikation dauert lange und ist fehlerbehaftet. Im neuen, digitalen "Battle Management System" markiert der Späher den feindlichen Panzer mit dem Laser und gibt die Information mit einem Tipp auf sein Tablet-PC gleichzeitig an alle Beteiligten weiter. Der Vorteil dieser Methode ist Schnelligkeit und Präzision. Im Laufe des kommenden Jahrzehnts soll der Übergang vom Zeitalter des Sprechfunks zur digitalen Datenkommunikation beim Heer umgesetzt werden.

Neues Panzerbataillon in Hardheim

Darüber hinaus verkündete von der Leyen in Munster, dass die Bundeswehr erstmals wieder ein neues Panzerbataillon aufstellen werde. Die etwa 500 Mann starke Einheit werde in Hardheim (Baden-Württemberg) stationiert.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 06.12.2018 | 14:30 Uhr

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