Stand: 13.10.2020 09:57 Uhr

Denkmal-Streit um Wehrmacht-Stein: Paar fordert Ermittlungen

Der Gedenkstein für die 110. Infanterie-Division der Wehrmacht steht mit Beton unkenntlich gemacht und beschmiert in einer Grünanlage. © picture alliance Foto: Philipp Schulze
Wehrmachtsdenkmal in Lüneburg: Ein Ehepaar wirft der Stadt Lüneburg Volksverhetzung und Beleidigung vor.

Trotz der gerichtlichen Einigung um das Denkmal für die 110. Infanterie-Division der Wehrmacht in Lüneburg geht der Streit darum weiter. Ein Ehepaar, das gemeinsam mit anderen Klägern das Verhüllen des Denkmals gefordert, sich dann aber mit der Stadt Lüneburg auf einen neuen Begleittext geeinigt hatte, geht nun erneut gegen die Stadt vor. Wie die "Landeszeitung" berichtet, fordert das Paar Ermittlungen wegen Volksverhetzung und Beleidigung: Die Stadt habe zuvor jahrelang die Division mit dem Denkmal geehrt und deren Verbrechen in Weißrussland verschwiegen, heißt es.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 13.10.2020 | 09:30 Uhr

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