Ein Mann steht mit einer gelben Leiter und einem gelben Stuhl in der Innenstadt von Lüneburg. © dpa-Bildfunk Foto: Philipp Schulze

Corona: Lüneburg setzt weiter auf Modellprojekt

Stand: 24.04.2021 10:39 Uhr

Nach der Absage des Modellprojekts in Lüneburg wegen der "Bundes-Notbremse" hoffen Einzelhandelsvertreter dennoch auf Öffnungen Anfang Mai. Zudem sollen gelbe Leitern Optimismus verbreiten.

Bei einem stabilem landesweiten Inzidenzwert zwischen 50 und 75 könne die Modellstadt an den Start gehen, sagte Cornelius Schnabel. Der Schuhhändler arbeitet für die Lenkungsgruppen des Lüneburger Projekts und hofft, dass die Zahl der Neuinfektionen in den kommenden Wochen wieder zurückgeht. Binnen weniger Tage könnte die Infrastruktur für den Modellversuch dann hochgefahren werden, so Schnabel.

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Diese Einschätzung bestätigen auch das Deutsche Rote Kreuz und der Arbeiter-Samariter-Bund. Sie hatten in und um die Lüneburger Innenstadt bereits acht Testzentren eingerichtet, da das Projekt ursprünglich am 16. April starten sollte. Auch aus Hannover kommen positive Signale. Laut Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) hat das Land weiterhin großes Interesse, die Modellprojekte möglich zu machen.

Gelbe Leiter gegen Corona-Tristesse

Bis es soweit ist, setzen in Lüneburg die inhabergeführten Geschäfte mit 100 gelben Leitern ein Zeichen gegen das Grau der Corona-Pandemie. "Die Idee hat einen Nerv getroffen, wir wollen die kleinen Geschäfte am Leben erhalten", sagte Initiator Ralf Elfers. Die Nachfrage ist offenbar groß: Die nächsten 100 Leitern seien bereits bestellt. Das Besondere daran: Holz und Malerarbeiten werden von Fachleuten gesponsert, die Geschäftsleute können je nach finanzieller Lage eine Spende an die Corona-Künstler-Hilfe entrichten. Dabei seien bereits mehr als 4.000 Euro zusammengekommen, so Ehlers. Bis August soll es in Lüneburg gelb leuchten und symbolisch aufwärts gehen, hinzu kommen gelbe Stühle für die Gastronomie.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 24.04.2021 | 08:00 Uhr

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