Eine Projektion an einer Halle von Amazon mit dem Satz: "Damit Black Friday kein düsterer Alltag bleibt. Lieferkettengesetz jetzt!" © Nord-West-Media TV

"Black Friday": Greenpeace protestiert bei Amazon in Winsen

Stand: 23.11.2020 16:48 Uhr

Zum Auftakt einer großen Rabattaktion beim Onlinehändler Amazon haben Greenpeace-Mitglieder am Logistikzentrum in Winsen (Landkreis Harburg) ein Lieferkettengesetz gefordert.

Mit einer großformatigen Projektion auf eine Hallenwand wollen die Aktivistinnen und Aktivisten darauf aufmerksam machen, was ihrer Ansicht nach hinter "Black Week" und "Black Friday" steht. "Was hier als Schnäppchenjagd gefeiert wird, ist oftmals ermöglicht durch die menschenfeindlichen, umweltschädlichen und dadurch billigen Produktionsbedingungen in anderen Teilen der Welt", heißt es auf der Internetseite der Organisation. Die Bundesregierung müsse dem "ein wirkungsvollesLieferkettengesetz" entgegensetzen.

CDU blockiert Gesetz, Verbände fordern Eile

Bislang sind Unternehmen lediglich aufgefordert, sich an die Einhaltung der Menschenrechte und Umweltstandards entlang der Lieferkette zu halten. Ein Lieferkettengesetz ist in Arbeit, es scheitert bislang jedoch am Widerstand des Koalitionspartners CDU. Der Wirtschaftsrat der CDU sieht darin eine zu große Belastung für ohnehin von der Corona-Krise gebeutelte Unternehmen. Kirchliche Verbände, Menschenrechts- und Hilfsorganisationen fordern dagegen, das Gesetz - besonders mit Blick auf Kinderarbeit - schnell zu beschließen.

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Regional Lüneburg | 13.11.2020 | 08:30 Uhr

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