Stand: 07.12.2017 12:34 Uhr

Bis zu acht Jahre Haft für Mafia-Mitglieder

Der Prozess gegen Mitglieder der Russenmafia ist beendet - nach rund 200 Verhandlungstagen. Das Landgericht Lüneburg hat alle sechs Angeklagten verurteilt. Die längste Haftstrafe, die das Gericht verhängte, beträgt acht Jahre. Die weiteren fünf Täter wurden nach Angaben eines Gerichtssprechers leicht darunter und zu Bewährungsstrafen verurteilt.

Drei Mitglieder bei "Diebe im Gesetz"

Die Richter sahen es als erwiesen an, dass drei der Angeklagten Mitglieder der kriminellen Vereinigung "Diebe im Gesetz" in Hannover seien. Allen sechs Tätern im Alter zwischen 37 und 64 Jahren wurde banden- und gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen. Sie sollen in den Jahren von 2009 bis 2014 in insgesamt 15 Fällen mit Scheinfirmen hochwertige Fahrzeuge, Geräte und Maschinen gekauft, diese aber nie bezahlt haben. Dabei sei ein Schaden von rund 450.000 Euro entstanden.

Prozesskosten von fünf Millionen Euro

Dass der Prozess so lange gedauert habe, sei dem Umfang der Beweisaufnahme geschuldet, so das Gericht. Man habe allein 600.000 Telefonmitschnitte auswerten müssen. Insgesamt habe der Prozess Kosten von etwa fünf Millionen Euro für Verteidiger, Dolmetscher und Sachverständige verursacht. Das habe sich aber gelohnt, so der Sprecher. Das Verfahren sei ein Signal, dass der Rechtsstaat das organisierte Verbrechen konsequent verfolge, bevor Menschen zu Tode kämen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 07.12.2017 | 14:30 Uhr

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