Stand: 11.09.2020 08:19 Uhr

Bardowick: Jugendgruppe greift Polizisten an

Das Wappen der Polizei Niedersachsen auf der Schulter einer/s Polizisten/in. © Picture Alliance Foto: Hauke-Christian Dittrich
Am Bahnhof Bardowick ist es zwischen Polizisten und Aktivisten einer kurdischen Jugendgruppe zu Rangeleien gekommen. (Themenbild)

Mehr als 80 Aktivisten einer kurdischen Jugendgruppe haben am Donnerstag im Landkreis Lüneburg in einem Zug randaliert und Polizisten verletzt. Die Jugendlichen waren offenbar ohne Fahrscheine von Lüneburg nach Hamburg unterwegs. Der Großeinsatz der Polizei am Bahnhof Bardowick dauerte bis in die Abendstunden.

Mehrere Beamte leicht verletzt

Nach Angaben einer Polizeisprecherin war eine Zugbegleiterin bei der Fahrschein-Kontrolle massiv angepöbelt worden. Daraufhin stoppte der Zug in Bardowick. Mehr als 200 Einsatzkräfte der Bundespolizei und weitere Beamte der Landespolizei waren im Einsatz. Am Bahnhof leisteten mehrere der Jugendlichen Widerstand. Dabei seien einige Beamte durch Tritte und Schläge leicht verletzt worden, sagte die Sprecherin.

Etliche Strafverfahren eingeleitet

Die mehr als 80 Beteiligten erwartet ein Strafverfahren wegen Erschleichen von Leistungen. Außerdem leiteten die Beamten mehrere Strafverfahren wegen Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ein. Die Überprüfung der Personalien ergab, dass sich etwa ein Dutzend der Reisenden offenbar unerlaubt in Deutschland aufhält. Die kurdische Jugendbewegung soll seit dem 5. September mehrere Demonstrationen in Hannover und in den Landkreisen Celle, Uelzen, Lüneburg und Harburg durchgeführt haben.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 11.09.2020 | 07:00 Uhr

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