Stand: 28.08.2019 14:40 Uhr

Attacke auf Polizist: Revisionsprozess gestartet

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Wegen der brutalen Attacke auf einen Polizeibeamten muss sich ein 35-Jähriger erneut vor Gericht verantworten. (Archivbild)

Im erneuten Verfahren um den Angriff auf einen Polizisten in Meckelfeld (Landkreis Harburg) will der Verteidiger des Angeklagten einen Freispruch fordern. Das sagte er NDR 1 Niedersachsen auf Nachfrage. Der Prozess hat am Mittwoch vor dem Landgericht Lüneburg begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, den Beamten bei einer Schlägerei am Rande eines Dorffestes in Meckelfeld lebensgefährlich verletzt zu haben.

Polizist leidet noch immer unter Folgen

Zum Auftakt des Verfahrens schilderte das Opfer erneut die Vorfälle, die sich im August 2015 ereigneten. Der damals 31 Jahre alte Polizist wollte demnach eine Auseinandersetzung zwischen dem Sicherheitspersonal einer Kneipe und mehreren Männern beenden, denen der Einlass in das Lokal verwehrt worden war. Der heute 35-jährige Angeklagte versetzte dem Polizisten einen Faustschlag, er fiel bewusstlos auf die Straße. Danach lag er monatelang im Koma, musste neu laufen und sprechen lernen. Er hat bleibende Schäden zurückbehalten.

Verteidigung strebt weiterhin Freispruch an

Der Angeklagte beruft sich auf Erinnerungslücken: Er sei während des Vorfalls stark alkoholisiert gewesen. In erster Instanz hatte das Amtsgericht Winsen den Mann im März 2017 zu vier Jahren Haft verurteilt. Dagegen legte der Verurteilte Berufung ein. Das Landgericht Lüneburg verurteilte ihn daraufhin Ende 2017 zu dreieinhalb Jahren Haft. Die Verteidigung wehrte sich auch gegen dieses Urteil und legte erfolgreich Revision ein. Das Oberlandesgericht hob die Entscheidung auf und verwies das Verfahren zurück ans Landgericht.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 28.08.2019 | 08:30 Uhr

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