Stand: 02.01.2018 11:16 Uhr

2017 ist das Babyboom-Jahr für Störche

Im Jahr 2017 waren Niedersachsens Störche besonders eifrig beim Zeugen von Nachwuchs.

In diesem Jahr fühlte sich der schwarz-weiß gefiederte Weißstorch in Niedersachsen besonders wohl: Die Storchenbetreuer des Landes sprechen von einem Babyboom bei den niedersächsischen Störchen. Regelrechte Euphorie hat der Nachwuchs vor allem beim Naturschutzbund (NABU) in der Elbtalaue ausgelöst - eine Gegend, in der der imposante Vogel mit den roten Stelzenbeinen das Symboltier ist. "Ein Super-Storchenjahr wie seit Jahrzehnten nicht mehr", schwärmt Jürgen Hülskämper von der NABU-Gruppe Winsen im Landkreis Harburg. Insgesamt 77 Jungstörche sind dort 2017 flügge geworden - der höchste Stand seit 50 Jahren. Zuvor waren es im Schnitt eher 50 bis 60 Jungtiere im Jahr. Außerdem seien fünf neue Storchenreviere dazu gekommen. Laut Hülskämper ist der wahrscheinliche Grund, dass die meisten Tiere schon recht früh aus ihren Wintergebieten zurückgekommen waren.

Katastrophe in Lüchow-Dannenberg

Weniger gut sah es hingegen im Landkreis Lüchow-Dannenberg aus. Hier haben bis zu 30 Prozent der Störche ihren Nachwuchs verloren. Dauer- und Starkregen haben den Jungstörchen extrem zugesetzt. Storchenbetreuerin Adele Borchel spricht von einer Katastrophe: So ein schlechtes Ergebnis sei noch die dagewesen. Etwas weniger dramatisch ist die Lage im Landkreis Lüneburg: Hier verloren rund 20 Prozent der Störche ihren Nachwuchs. Trotzdem konnten im Vergleich zum Vorjahr drei Jungstörche mehr die Reise in ihre Winterquartiere antreten.

Niedersachsen ist Storchen-Zweiter

Die Gesamtzahlen sehen trotzdem positiv aus: Über 900 Storchenpaare wurden in Niedersachsen gezählt, die rund 1.400 Jungtiere zur Welt brachten. Das ist mehr als im Vorjahr und nur etwas weniger als im Rekord-Storchenjahr 2015, als landesweit knapp 1.500 Jungstörche in flügge wurden. Damit ist Niedersachsen nach Brandenburg das Land mit den meisten Storchenpaaren. Laut Hans-Jürgen Behrmann von der Landesarbeitsgruppe Weißstorch im NABU bestehen gute Aussichten, dass sich der positive Trend weiter fortsetzt. Vorausgesetzt, die Störche finden ausreichend Feucht- und Überschwemmungsgebiete mit genügend Nahrung.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 29.12.2017 | 07:30 Uhr

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