Stand: 20.01.2013 23:43 Uhr  | Archiv

Herber Schlag für die Piraten

Mitglieder und Anhänger der Piratenpartei bei der Wahlparty zur Landtagswahl 2013. © dpa-Bildfunk Foto: Uwe Zucchi
Entsetzen bei den Piraten: Die Partei gehört zu den Verlierern der Wahl.

Für die Piratenpartei war die Landtagswahl in Niedersachsen der erste schwere Dämpfer nach einer Erfolgsserie. Laut vorläufigem amtlichen Endergebnis liegt die Partei nur bei 2,1 Prozent. Das Ziel, erneut in einen Landtag einzuziehen, wurde klar verfehlt. Zuletzt hatten die Piraten noch die Landesparlamente Berlins, des Saarlands, Schleswig-Holsteins und Nordrhein-Westfalens "geentert". Auch in Niedersachsen lagen sie im Mai vergangenen Jahres in Umfragen noch bei 8 Prozent - deshalb ist der Frust besonders groß.

Ramaswamy: "Das ist so viel weniger als das, was ich erwartet habe"

Der Spitzenkandidat der Piratenpartei in Niedersachsen, Meinhart Ramaswamy, zeigte sich enttäuscht über das Ergebnis. "Das ist so viel weniger als das, was ich erwartet habe", sagte Ramaswamy, der sich bei allen Parteifreunden bedankte. "Ihr habt einen ganz tollen Wahlkampf gemacht. Wir werden weitermachen", erklärte der 59-Jährige. Wie er konkret weitermachen will, konnte Ramaswamy aber noch nicht sagen. Er wolle sich in den nächsten Tagen die Wählerbewegung anschauen, um die Wahlniederlage zu ergründen. Es sei die Frage, ob die Nichtwähler mobilisiert werden konnten. "Wir müssen Ideen entwickeln, wie wir unsere Inhalte besser kommunizieren."

Schlömer: "Nicht das Ende der Welt"

Auch Bundes-Piraten-Chef Bernd Schlömer betonte, die Partei müsse sich nun auf die Kommunikation nach außen konzentrieren und weniger auf die Beschäftigung mit sich selbst. Es gelte, die Menschen zu überzeugen, warum sie Piraten wählen sollen und welche Ziele die Partei verfolgt. "Hier müssen wir besser werden." Man müsse aber auch mit Niederlagen umgehen können. Schlömer: "Wir sind enttäuscht, doch sehen wir jetzt auch nicht dem Ende der Welt entgegen". Fehler müssten analysiert und Kräfte neu aufgestellt werden.

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NDR//Aktuell | 20.01.2013 | 17:45 Uhr

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