Stand: 02.01.2019 11:19 Uhr

Zwischenlager Grohnde ab jetzt vom Bund verwaltet

24 Milliarden Euro bezahlen die Energiekonzerne, um ihren radioaktiven Abfall loszuwerden - der Staat übernimmt die Kosten für die End- und Zwischenlager. Am 1. Januar 2019 ist das Abkommen in Kraft getreten und auch die Zwischenlager von elf Atomkraftwerken haben neue Besitzer. In Niedersachsen gilt das für die Atomkraftwerke (AKW) Unterweser, Emsland und Grohnde.

Leitungen bereits gelegt

In Grohnde bleibt die Wachmannschaft nach Informationen von NDR 1 Niedersachsen vorerst für den Schutz beider Anlagen zuständig. Nach und nach aber soll das Lager dann vom Kraftwerksgelände getrennt werden. Eigene Strom-, und Telefonleitungen seien bereits gelegt worden, hieß es.

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Sieben neue Mitarbeiter

Die eigens gegründete Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) in Essen (Nordrhein-Westfalen) ist ab 2019 zuständig. Sieben Mitarbeiter, die für die Kontrolle des Lagers gebraucht werden, seien bereits eingestellt worden, sagte ein BGZ-Sprecher. Darüber hinaus nutzt die BGZ in den nächsten Monaten das Know How einiger Kraftwerksmitarbeiter von Preussen Elektra.

2021 soll Grohnde vom Netz gehen

Das Zwischenlager Grohnde ist nur zu einem Drittel mit Atommüllbehältern gefüllt. Wenn das Atomkraftwerk Ende 2021 vom Netz geht, werden dort auch die restlichen Brennstäbe eingelagert werden können. Mindestens 30 Jahre wird das radioaktive Material dann in Grohnde bleiben, bis in Deutschland ein Endlager in Betrieb geht.

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AKW Brokdorf und Grohnde melden meiste Störfälle

Die Anti-Atomkraft-Organisation "ausgestrahlt" hat die meldepflichtigen Ereignisse in deutschen AKW ausgewertet. Das Ergebnis: Brokdorf und Grohnde sind am häufigsten betroffen. (28.12.2018) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 28.12.2018 | 17:00 Uhr

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