Belit Onay (Grüne) auf einem Pressetermin im Impfzentrum auf dem Messegelände Hannover. © dpa-Bildfunk Foto: Ole Spata

Zu viel Papierkram: Hannovers OB Onay beklagt Impfbürokratie

Stand: 20.04.2021 06:58 Uhr

Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne) hat sich für weniger Impfbürokratie und eine nachvollziehbarere Strategie in der Pandemie-Bekämpfung ausgesprochen.

Vor allem der Papierkram mache zu schaffen. "Die Bürokratie ist ein immenser Bremsklotz, der abgeräumt werden muss", sagte Onay am Montag in einer Mitteilung. Derzeit produziere allein das Impfzentrum in Hannover knapp 50 Aktenordner Unterlagen pro Einsatztag. Diese müssen die kommenden zehn Jahre aufbewahrt werden. "Wenn wir endlich schneller werden wollen, dann kann das so nicht funktionieren. Hier ist die Bundesregierung gefordert, die rechtlichen Rahmenbedingungen anzupassen", so Onay.

Kommunen wollen mehr impfen

Das Impfen sei ein wichtiger Baustein in der Bekämpfung der Pandemie. Die kommunale Ebene dränge darauf, dass die Impfkampagne mehr Tempo aufnimmt. "Hier werden sich mit mehr Impfstoff in den kommenden Wochen und Monaten die Rahmenbedingungen hoffentlich verbessern. Darauf müssen wir uns vorbereiten", meinte Onay.

Onay: Bürger brauchen verlässliche Perspektiven

Hannovers Oberbürgermeister forderte zudem verlässliche Perspektiven für Schulen, Kultur, Wirtschaft und das öffentliche Leben. "Viele Menschen tragen sinnvolle Einschränkungen zur Bekämpfung der Pandemie mit, allerdings war und ist dieses Hin und Her extrem belastend für die Menschen." Er begrüße daher, dass der Bund mit einem neuen Infektionsschutzgesetz das Krisenmanagement stärker an sich ziehe und neu ordne.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 20.04.2021 | 06:30 Uhr

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