Ein A400M des Luftwaffengeschwaders 62 aus Wunstorf landet auf dem Fliegerhorst in Rostock-Laage. © dpa-Bildfunk Foto: Rainer Jensen

Wunstorf: Verletzte Soldaten aus Mali wieder in Deutschland

Stand: 26.06.2021 16:29 Uhr

Nach dem Anschlag auf eine Bundeswehr-Patrouille in Mali sind die ersten der zwölf verwundeten Soldaten wieder in Deutschland gelandet. Ein Airbus A400M war am Sonnabendmorgen aus Wunstorf gestartet.

Nach Angaben der Luftwaffe landete die Maschine am Nachmittag wieder in Köln. An Bord waren unter anderem drei schwer verletzte Blauhelm-Soldaten. Eine weitere Maschine aus Köln soll nun die anderen Verletzten zurückbringen. Ein Selbstmordattentäter hatte Freitag eine Patrouille mit einer Autobombe angegriffen, zwölf deutsche Soldaten wurden dabei verletzt. Der Airbus, der vom Fliegerhorst Wunstorf bei Hannover gestartet war, hatte am Vormittag Gao in Mali erreicht. Er kann als fliegende Intensivstation eingesetzt werden. Ein schwerverletzter Soldat war noch in Mali notoperiert worden.

Blauhelmsoldaten mit Autobombe attackiert

Insgesamt wurden bei dem Anschlag zwölf deutsche Blauhelmsoldaten und ein Belgier verletzt. Ein Selbstmordattentäter hatte die Patrouille am Freitag rund 180 Kilometer nordöstlich der Stadt Gao mit einer Autobombe angegriffen. Dort sind die meisten der rund 900 Bundeswehrsoldaten in Mali stationiert. Die Bundeswehr beteiligt sich in Mali an der UN-Mission Minusma, die die Waffenruhe im Land sichern soll. Seit dem Beginn der Mission vor acht Jahren sind nach UN-Angaben 220 Angehörige der Vereinten Nationen ums Leben gekommen. Der Einsatz gilt als eine der verlustreichsten Missionen in der UN-Geschichte.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 26.06.2021 | 17:00 Uhr

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