Kerzen und Blumen liegen nahe eines Tatorts der Terror-Attacke in Wien. Bei dem Anschlag am 2.November 2020 nahe der Hauptsynagoge sind mindestens vier Menschen getötet und mehr als ein Dutzend verletzt worden. © dpa-Bildfunk Foto: Helmut Fohringer/APA/dpa

Wien-Attentat: Landesbischof Meister beschwört Zusammenhalt

Stand: 03.11.2020 20:32 Uhr

Nach dem Anschlag in Wien hat Hannovers Landesbischof Ralf Meister zum Zusammenhalt gegen den Terror aufgerufen. Der Schura-Vorsitzende Recep Bilgen verurteilte "den Missbrauch unserer Religion".

Meister appellierte, sich gemeinsam gegen den Terror zu wenden. "Diesen Missbrauch des Glaubens lassen wir nicht zu. Lasst uns als Christen, Juden und Muslime dagegen zusammenstehen", sagte der Leiter der größten evangelischen Landeskirche. Man dürfe nicht in die Falle der Islamisten tappen, die versuchten, Hass auf den Islam zu sähen und junge Leute für einen menschenverachtenden Kurs zu gewinnen. Meister bezog die drei Attentate von Frankreich mit ein.

Kerzen und Blumen liegen nahe eines Tatorts der Terror-Attacke in Wien. Bei dem Anschlag am 2.November 2020 nahe der Hauptsynagoge sind mindestens vier Menschen getötet und mehr als ein Dutzend verletzt worden. © dpa-Bildfunk Foto: Helmut Fohringer/APA/dpa

AUDIO: Kommentar: Ein Anschlag auf das Herz Österreichs (3 Min)

Islamverband: Angriff auf unsere Gesellschaft

Der niedersächsische Islamverband Schura äußerte sich ebenfalls. Der Schura-Vorsitzende Bilgen sagte: "Wir stellen uns entschieden gegen jede Form der gewalttätigen oder gewaltverherrlichenden Vereinnahmung der göttlichen Botschaft. Die feigen Anschläge auf unschuldige Menschen erschüttern uns zutiefst." Der Anschlag richte sich nicht gegen die Wiener, "sondern gegen uns alle, auf unsere Gesellschaft, auf unser Zusammenleben, auf unsere Werte und unsere Religion".

Fünf Tote in Wien

Ein Attentäter hatte am Montagabend in der Wiener Innenstadt das Feuer auf Passanten eröffnet. Österreichs Innenminister Karl Nehammer sprach von einem islamistischen Anschlag. Mindestens fünf Menschen starben, darunter der 20 Jahre alte Österreicher. Terrorfahnder nahmen mehr als ein Dutzend Menschen fest. Hinweise auf einen zweite Täter gebe es derzeit nicht.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 03.11.2020 | 18:00 Uhr

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