Eine Studentin hält ein Buch über das Erasmus-Programm und Informationsbroschüren über Auslandspraktika in den Händen. © picture alliance/dpa Foto: Jens Kalaene

Wie geht es weiter beim Uni-Austausch nach dem Brexit?

Stand: 10.01.2021 13:30 Uhr

Niedersachsen ringt angesichts des Brexits um eine Fortsetzung der Hochschul-Kooperationen mit Großbritannien.

Insbesondere das Ende des Austauschprogramms Erasmus für Studierende bedauert die Landesregierung. "Es ist ein Anachronismus, wenn jungen Menschen in einer Zeit, in der die Welt zusammenwächst, beim internationalen Austausch Steine in den Weg gelegt werden", sagte Niedersachsens Europaministerin Birgit Honé (SPD) am Sonntag.

Thümler: Wichtiges Partnerland geht verloren

Der niedersächsische Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) sagte, mit Großbritannien gehe ein wichtiges Partnerland vieler renommierter Universitäten verloren. Thümler und Honé wollen sich dafür einsetzen, bestehende Kooperationen zu erhalten und auszubauen.

Lüneburg und Glasgow machen es vor

Für Schottland hatte die Landeshochschulkonferenz im September bereits mit der Hochschulvereinigung Universities Scotland eine Vereinbarung unterzeichnet. Seitdem habe das Wissenschaftsministerium etwa 260.000 Euro in gemeinsame Projekte investiert, hieß es. Unter anderem hätten die Universitäten Lüneburg und Glasgow mit dem European Centre for Advanced Studies eine gemeinsame Forschungsinstitution gegründet.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 10.01.2021 | 13:00 Uhr

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