Stand: 14.09.2019 13:46 Uhr

Weniger Badetote im Norden

Dass es an Nord-und Ostseestränden sehr viel weniger Badetote gibt, führt die DLRG auf die Überwachung durch Rettungsschwimmer zurück.

Im Norden hat es in diesem Jahr bislang weniger Badetote gegeben als im Vorjahreszeitraum. Das meldet die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mit Sitz in Bad Nenndorf. Demnach ertranken in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen insgesamt 95 Menschen - 22 weniger als von Januar bis August 2018. Die DLRG führt das auch auf den etwas verhalteneren Sommer zurück. Unfallschwerpunkte und Ursachen seien aber dieselben geblieben, hieß es in der Mitteilung.

Badetote in den Nord-Bundesländern:

  • Niedersachsen: 42 (-10)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 25 (-5)
  • Schleswig-Holstein: 14 (+1)
  • Hamburg: 13 (-1)
  • Bremen: 1 (-7)

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80 Prozent der Ertrunkenen sind Männer

Auf ganz Deutschland gesehen gab es die meisten Badetoten in Seen und Flüssen. In den überwiegend unbewachten Binnengewässern ertranken 291 Menschen, das sind mehr als 83 Prozent der Gesamtzahl. Die Ursachen seien "wie so oft Leichtsinn, Überschätzen der eigenen Leistungsfähigkeit und eine zu hohe Risikobereitschaft", sagte DLRG-Präsident Achim Haag laut Mitteilung. Risikogruppen sind demnach Migranten - die meisten von ihnen konnten laut DLRG nicht schwimmen - und Männer. Deren Anteil an den Ertrunkenen liege bei mehr als 80 Prozent. Hier sei Alkohol oft im Spiel gewesen.

Weniger Badetote in Schwimmbädern

Sehr viel weniger Menschen sind an den Küsten von Nord- und Ostsee ertrunken - 22 Menschen bis Ende August (2018: 23). Die DLRG führt das auf die Überwachung der Strände durch die DLRG-Rettungsschwimmer zurück. Fast 90 Stationen gebe es zwischen Borkum und Usedom. In Schwimmbädern sank die Zahl der Ertrunkenen von 29 auf 8.

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Die meisten ertrinken in Bayern

Deutschlandweit sind in den ersten acht Monaten mindestens 348 Menschen ertrunken, 97 weniger als im Vorjahreszeitraum. An erster Stelle steht Bayern mit 80 Todesfällen (±0) vor dem bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen mit 53 Opfern (-2) und Niedersachsen.

Aufgabe der DLRG: Ausbildung und Rettung

Die DLRG hat nach eigenen Angaben rund 1,8 Millionen Mitglieder und Förderer und ist damit die größte Wasserrettungsorganisation der Welt. Mehr als 45.000 Mitglieder wachten jährlich fast drei Millionen Stunden über die Sicherheit von Wassersportlern und Badegästen. Daneben ist vor allem die Schwimm- und Rettungsschwimmerausbildung Kernaufgabe der 1913 gegründeten Gesellschaft.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 14.09.2019 | 08:00 Uhr

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