Stand: 13.12.2019 00:03 Uhr

Weltkriegsbombe in Hannover entschärft

Am Donnerstagabend ist im hannoverschen Stadtteil Brink-Hafen eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden. Wie ein Feuerwehrsprecher NDR.de mitteilte, machten Experten des Kampfmittelräumdienstes den 250 Kilogramm schweren Blindgänger um 23.20 Uhr unschädlich. Der Zünder sei dabei mittels einer Raketen-Schraubvorrichtung von der Bombe getrennt worden. "Die Aktion ist insgesamt gut verlaufen", sagte der Sprecher. Etwa 6.500 Menschen hatten für die Entschärfung ihre Wohnungen verlassen müssen, sie konnten im Anschluss zurück nach Hause. 341 von ihnen hatten den Abend in einer Schulsporthalle verbracht, die als provisorische Sammelunterkunft diente.

Bombe war auf Industriegelände entdeckt worden

Die Bombe mit Aufschlagzünder war am frühen Nachmittag bei Tiefbauarbeiten gefunden worden. Sie lag auf einem Industriegelände südlich der Autobahn 2 und westlich der Ausfallstraße Vahrenwalder Straße in einem Gewerbegebiet. Von der Evakuierung betroffen waren Bereiche der Stadtteile Brink-Hafen, Vinnhorst und Langenhagen-Wiesenau. Der Mittellandkanal im Süden des Einsatzgebietes wurde gesperrt.

Lkw-Fahrer schliefen in der Verbotszone

Weil Feuerwehr und Polizei die Firmen in dem Einzugsgebiet in Brink-Hafen rechtzeitig über den Großeinsatz informierten, stellten diese den Betrieb zeitig ein. Dies hatte zur Folge, dass diverse Lkw ihre Ladung nicht mehr loswurden. Die Fahrer stellten sich ins Gewerbegebiet und gingen schlafen, sagte ein Feuerwehrsprecher gegenüber NDR.de.

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Zwei Bomben liegen auf einem Untergrund aus Metall.  Foto: Carmen Jaspersen/dpa

Zahl der Bombenfunde in Niedersachsen gestiegen

Die Bombenentschärfer in Niedersachsen haben in diesem Jahr mehr Einsätze als in den Vorjahren. Bis Oktober wurden sie mehr als 660 Mal gerufen. 69 Tonnen Kampfmittel wurden entschärft. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 12.12.2019 | 17:00 Uhr

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