Stand: 15.03.2018 18:46 Uhr

Warnstreik legt Nahverkehr lahm

Mit spürbaren Auswirkungen für viele Niedersachsen haben Beschäftigte im öffentlichen Dienst am Donnerstag ihre Warnstreiks fortgesetzt. Anlass war die zweite Runde der Tarifverhandlungen, die Anfang der Woche erneut ohne Ergebnis zu Ende gegangen war. In Hannover wurden alle 42 städtischen Kitas bestreikt. Zudem legten Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe üstra die Arbeit nieder: Ab 3 Uhr am Morgen fuhren die Busse und Bahnen nicht. Pendler mussten sich Alternativen suchen - und das war an besonders vollen Straßen in Hannover zu erkennen. Auch Taxifahrer hatten mehr zu tun als sonst.

Schneckentempo am Flughafen

Gestreikt wurde auch beim Abfertigungspersonal am Hannover Airport. Das führte laut einer Flughafen-Sprecherin zu Verspätungen und zeitweise zu langen Schlangen am Check-In. Auch in einigen Sparkassen, Bibliotheken und Teilen der städtischen Verwaltung wurde die Arbeit niedergelegt. Der Müll blieb in der ganzen Region Hannover liegen. Die Beschäftigten des Regions-Klinikums allerdings verzichteten wegen der Grippewelle auf einen Warnstreik. An einer Kundgebung am Hauptbahnhof der Landeshauptstadt nahmen nach Polizeiangaben etwa 1.600 Menschen teil.

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Ver.di streikt für sechs Prozent mehr Lohn

In vielen Städten Niedersachsen haben die Beschäftigten des öffentlichen Diensts ihre Arbeit niedergelegt. Sie fordern mehr Geld. Unter anderem ist der Nahverkehr in Hannover betroffen. (15.03.2018) Bildergalerie

Nahverkehr auch in Braunschweig bestreikt

Stillstand herrschte auch bei den Bussen und Bahnen in Braunschweig. Mitarbeiter des Energieversorgers BS Energy beteiligten sich zudem ebenso am Ausstand wie einige städtische Kitas. In Hildesheim, Lüneburg und anderen Städten waren ebenfalls Kitas zu. In Meppen legten die Beschäftigten der Sparkasse Emsland die Arbeit nieder.

Kleinere Aktionen am Freitag geplant

Insgesamt beteiligten sich nach Angaben der Gewerkschaft ver.di in Niedersachsen und Bremen rund 9.000 Beschäftigte an den Warnstreiks und Kundgebungen, die am Freitag in kleinerem Umfang etwa in Hildesheim, Verden, Alfeld, Bremerhaven, Walsrode und Diepholz fortgesetzt werden sollen. Die Gewerkschaften fordern in den Tarifverhandlungen unter anderem sechs Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten, mindestens aber eine Erhöhung um 200 Euro pro Monat. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 15. und 16. April in Potsdam angesetzt.

Tagesschau.de
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Warnstreiks vor Ostern

Die Gewerkschaften haben massive Warnstreiks im öffentlichen Dienst angekündigt. Auch Flughäfen sollen von dem Ausstand betroffen sein. Weitere Informationen bei tagesschau.de. extern

Dieses Thema im Programm:

NDR//Aktuell | 15.03.2018 | 15:00 Uhr

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