Stand: 04.06.2019 15:04 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Verbraucherzentrale warnt vor Kostenfallen

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Die Verbraucherzentrale hat davor gewarnt, dass manch ein Anbieter für die Entfernung von Wespennestern zu viel Geld verlangt. (Themenbild)

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen hat 2018 deutlich mehr Menschen als im Vorjahr beraten. Demnach stieg die Zahl der Beratungen um 14 Prozent. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen. Dabei ging es unter anderem um Internet-Betrug und überhöhte Rechnungen von Handwerkern. Zudem beklagten sich viele Kunden über Mobilfunkanbieter; so gebe es immer noch Probleme beim Wechsel von Verträgen. Den Angaben zufolge reagieren die Unternehmen häufig erst, wenn sich die Verbraucherzentralen einschalten.

Häufig überteuert

Vor allem wenn sich die Kunden in Not befanden, hätten Firmen häufig utopische Summen für ihre Dienstleistungen verlangt, sagte eine Sprecherin der unabhängigen Beratungsstelle. Als Beispiel nannten die Verbraucherschützer die Entfernung von Wespennestern. Unseriöse Anbieter hätten für den Kampf gegen die Insekten bis zu 700 Euro verlangt. Häufig überteuert seien häufig auch Dienstleistungen für Rohrreinigungen gewesen, obwohl sich Probleme, wie verstopfte Rohre meist leicht beseitigen ließen.

Verbraucherzentralen helfen per Videochat

Hallo Niedersachsen -

61.000 Niedersachsen haben sich 2018 Hilfe bei den Verbraucherzentralen geholt - so viele wie nie zuvor. Mithilfe der Videoberatung werden auch Kunden im ländlichen Raum erreicht.

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Verbraucher sollen stets nach Rechnung fragen

"Kunden sollten niemals direkt vor Ort zahlen, auch wenn Notdienste das verlangen", empfahl Christina Graf von der Verbraucherzentrale. Laut Verbraucherzentrale sollte das Entfernen eines Wespennests nicht mehr als 150 Euro kosten. Nach einem Einsatz sollten Betroffene stets nach einer Rechnung fragen und sich bei übertriebenen Kosten an die Berater wenden. "Bei unseriösen Diensten ist das Geld sonst weg."

"Notfalls Polizei rufen"

Die Verbraucherzentrale rät dazu, wenn der Handwerker zu viel Druck ausübe, weil die Rechnung nicht gleich beglichen werde, die Polizei zu rufen. Bei der Wespennestentfernung zeige sich auch bei der Beratung, wenn ein Anbieter unseriös arbeitet: "Das Prozedere der Wespennestentfernung ist so ohne Weiteres gar nicht legal - darüber muss der Dienst den Kunden informieren", sagt Verbraucherschützerin Graf.

Abzocke im Internet

Auch der Trend zum Serien- und Filmeschauen im Internet beschäftigt inzwischen die Verbraucherzentrale. Die Anmeldeseiten im Internet hätten auf den ersten Blick professionell gewirkt, dahinter steckten dann aber Online-Betrüger. Die Opfer wurden dann per Mail, Brief oder Telefon unter Druck gesetzt, bis zu 360 Euro zu zahlen. Auch vor dubiosen Finanzdienstleistungen warnt die Verbraucherzentrale. Manch ein Anbieter würde Schufa-freie Kredite versprechen, die sich dann aber als überteuert erwiesen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 04.06.2019 | 13:00 Uhr

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