Stand: 03.07.2019 16:32 Uhr

Vater: Sea-Watch-Kapitänin bleibt in Italien

Nach ihrer Freilassung aus dem Hausarrest bleibt die Kapitänin der Hilfsorganisation Sea-Watch, Carola Rackete, offenbar vorerst in Italien. Nach Angaben von Sea-Watch befindet sich die 31-Jährige, die in Hambühren (Landkreis Celle) aufwuchs, an einem "sicheren Ort". Ihr Vater Ekkehart Rackete sagte, seine Tochter werde "nicht ganz so schnell" nach Deutschland zurückkehren. Sie wolle für die zweite Anhörung in Italien bleiben. Diese ist für den 9. Juli angesetzt.

Von Medieninteresse "überrollt"

Wo genau sich Carola Rackete derzeit aufhält, soll laut Sea-Watch nicht bekannt gegeben werden. Offenbar hat es Drohungen gegen sie gegeben, sie soll aber der Organisation zufolge auch vor Aufmerksamkeit geschützt werden. Das Medieninteresse habe seine Tochter etwas überrollt, sagte ihr Vater. Die Kapitänin selbst hatte sich nach ihrer Freilassung erleichtert gezeigt: Es sei ein "Sieg für die Solidarität" mit allen Menschen auf der Flucht und gegen die Kriminalisierung von Helferinnen und Helfern.

Rackete hatte mit dem Schiff "Sea-Watch 3" mit 40 Migranten an Bord den Hafen von Lampedusa angesteuert - trotz des Verbots der italienischen Regierung. Dabei hatte sie offenbar ein Schiff der Finanzpolizei gerammt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Funkbilder | 03.07.2019 | 17:00 Uhr

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