Die Statue Justitia ist im Amtsgericht Hannover zu sehen. © dpa-Bildfunk Foto: Peter Steffen/dpa

Überfall vorgetäuscht: Frau muss 1.800 Euro zahlen

Stand: 14.04.2021 13:07 Uhr

Das Amtsgericht Hannover hat gegen eine Frau einen Strafbefehl in Höhe von 1.800 Euro erlassen. Sie soll einen Überfall auf sich vorgetäuscht haben.

Im Januar suchten Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr am Mittellandkanal in Seelze (Region Hannover) vergeblich nach der 32-Jährigen. Die Frau hatte zuvor einen Notruf abgesetzt. Da blutverschmierte Kleidungsstücke gefunden wurde, gingen die Beamten zunächst von einer Gewalttat aus.

Frau wollte sich absetzen

Später stellte sich jedoch heraus, dass die 32-Jährige das Verbrechen nur vorgetäuscht hatte, um ein neues Leben in Berlin zu beginnen. Dort wurde sie fünf Tage nach ihrem Verschwinden in einem Frauenhaus gefasst.

Prozess weiter möglich

Der Strafbefehl ist noch nicht rechtskräftig. Falls die Frau Einspruch einlegen sollte, würde es zu einer Hauptverhandlung kommen. Unklar ist zudem, ob Feuerwehr und Polizei zivilrechtlich gegen die 32-Jährige vorgehen, um die Kosten für den Einsatz in Seelze erstattet zu bekommen.

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NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 14.04.2021 | 13:30 Uhr

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