Das Logo der Tui Group ist während der Jahreshauptversammlung an einer Wand zu sehen. © picture alliance/dpa/Swen Pförtner Foto: Swen Pförtner

TUI nimmt 541 Millionen Euro aus Hotelverkäufen ein

Stand: 30.07.2021 17:53 Uhr

Der Reisekonzern TUI hat 541 Millionen Euro durch den Verkauf von Hotelbeteiligungen an die spanische Hotelkette Riu eingenommen. Damit will das hannoversche Unternehmen Corona-Schulden abbezahlen.

Die Summe sei eine erste Kaufpreiszahlung, teilte die staatlich gestützte TUI AG am Freitag in Hannover mit. Weitere 130 Millionen Euro für den TUI-Anteil an einem gemeinsamen Immobilien-Paket werde Riu bis 2023 zahlen. Das Paket beinhaltet 19 Hotels. Zwei weitere werden zudem noch gebaut. Wie angekündigt werde die TUI den Erlös zum Abbau der Corona-Schulden des Konzerns verwenden. Das Unternehmen will außerdem weniger Kapital in Immobilienbesitz binden, um sich auf das Kerngeschäft mit Betrieb und Vermarktung von Hotels zu konzentrieren. An einem Joint Venture mit Riu für den Betrieb von 100 Hotels und Resorts in 19 Ländern ändere sich nichts.

Milliarden-Hilfen für TUI in der Corona-Krise

In den ersten zwölf Monaten der Krise hatten etwa 2,5 Millionen Kunden bei TUI eine Reise gebucht - nur etwa zehn Prozent eines normalen Jahres, wie Vorstandschef Fritz Joussen im März sagte. Ende vergangenen Jahres hatte sich das Unternehmen daher mit privaten Investoren, Banken und dem Bund auf ein Finanzierungspaket im Volumen von 1,8 Milliarden Euro geeinigt, um die Corona-Kosten zu stemmen. Zuvor war TUI im Frühjahr als erstes deutsches Großunternehmen von der staatlichen Förderbank KfW mit einem Darlehen über 1,8 Milliarden Euro unterstützt worden. Ende September waren weitere 1,2 Milliarden Euro in Form einer zweiten Kreditlinie sowie einer Anleihe hinzugekommen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 30.07.2021 | 17:00 Uhr

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