Stand: 15.03.2018 09:24 Uhr

Wurde Stadthäger Opfer eines Serientäters?

Wenige Tage nach dem Fund eines getöteten 30-Jährigen aus Stadthagen hat die Polizei im ostwestfälischen Hille (Landkreis Minden-Lübbecke) zwei weitere Leichen gefunden. Sie lagen auf dem Grundstück des 51-jährigen Jörg W. Er hatte am Dienstag gestanden, den Stadthäger mit einem Hammer erschlagen zu haben. Wie die Polizei mitteilte, wurde am Mittwoch mithilfe von Spürhunden eine Leiche einen Meter tief im Waldboden vergraben entdeckt. Wenige Stunden später meldete die Polizei den Fund des dritten Leichnams. Die beiden am Mittwoch entdeckten Toten sollen heute obduziert werden. Die Polizei kündigte an, den 51-jährigen Tatverdächtigen mit den Leichenfunden konfrontieren zu wollen. "Wir hoffen, dass der Mann sich auch dazu äußert", sagte eine Sprecherin am Donnerstagmorgen.

Handelt es sich um die zwei Vermissten?

Im Zuge der Ermittlungen zum Tod des Mannes aus Stadthagen war bekannt geworden, dass zwei Männer aus Hille als vermisst gelten. Ob es sich bei den entdeckten Toten um die Leichen dieser beiden handelt, ist noch unklar. Vermisst wird der 71-jährige Eigentümer eines Gehöfts, das an das Grundstück von Jörg W. grenzt. Auf dem war am Freitag die Leiche des 30-jährigen Mannes aus Stadthagen gefunden worden. Zudem suchten die Ermittler nach einem 65-Jährigen, der auf dem Grundstück des Tatverdächtigen gearbeitet haben soll.

Leichenspürhunde schlugen an

Seit Tagen hatte die Polizei das Gehöft des vermissten 71-Jährigen, zu dem der mittlerweile in Untersuchungshaft sitzende Jörg W. Zugang hatte, unter die Lupe genommen. Nachbarn soll Jörg W. erzählt haben, den Senior im vergangenen Jahr in einer Suchtklinik untergebracht zu haben. Auch das Grundstück des Tatverdächtigen durchsuchten die Ermittler mehrfach. Am Mittwoch war laut Polizei erneut eine Hundertschaft in Hille im Einsatz. Als sich die Beamten beim Durchsuchen des Grundstücks des Tatverdächtigen einem kleinen Wäldchen näherten, schlugen die Leichenspürhunde an und führten die Ermittler zu einer kleinen Senke. Dort fanden die Beamten die zweite Leiche - und kurz darauf die dritte.

Geschäftsbeziehung zu Opfer aus Stadthagen

Warum es zu dem Gewaltverbrechen gegen den 30-Jährigen aus Stadthagen kam, ist nach Polizeiangaben noch nicht klar. Zum Motiv gebe es erste Hinweise, allerdings seien die Informationen "noch zu schwammig und unkonkret". Klar sei mittlerweile, dass der mutmaßliche Täter und das Opfer aus Stadthagen in einer Geschäftsbeziehung zueinander standen. Der 51-jährige Beschuldigte sei zuvor nicht durch Gewaltdelikte in Erscheinung getreten oder vorbestraft.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 15.03.2018 | 06:30 Uhr

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