Stand: 24.01.2018 20:30 Uhr

Toter 96-Profi: Unfallfahrer erneut verurteilt

Im Revisionsprozess um den Unfalltod des ehemaligen 96-Profis Niklas Feierabend und zweier Freunde hat das Amtsgericht Hannover am Mittwoch den Fahrer des Unglückswagens erneut zu einer Bewährungsstrafe von 20 Monaten verurteilt. Das Gericht blieb damit bei seinem ersten Urteil und begründete dies damit, dass der Fahrer nüchtern besser hätte reagieren können. Der Anwalt des Angeklagten hatte dafür plädiert, seinen Mandanten nur wegen Trunkenheit am Steuer zu verurteilen. Stattdessen sollte er vom Vorwurf freigesprochen werden, seine drei Freunde fahrlässig getötet zu haben.

Angeklagter in psychologischer Behandlung

Der angeklagte junge Mann blickte vor Gericht nicht auf, versteckte sein Gesicht hinter seinen Händen. Laut seinem Anwalt kann er sich nicht an den Unfall erinnern und wird psychologisch betreut. Möglich ist laut Gutachtern, dass das Auto in eine Gosse neben der Fahrbahn gerutscht ist und deshalb das starke Einlenken nötig war, das den Unfall schließlich ausgelöst hatte. Hatte es einen Wildwechsel gegeben? Hat einer der Mitfahrer ins Lenkrad gegriffen? Diese Möglichkeiten lassen sich nicht mehr überprüfen - das war auch schon im ersten Prozess das Problem. Der Angeklagte und sein Anwalt hatten deshalb Revision eingelegt und recht bekommen: Das Oberlandesgericht Celle hatte das erste Urteil zurückgewiesen.

Tragischer Rückweg von Geburtstagsfeier

Der aufstrebende Fußballprofi von Hannover 96, Niklas Feierabend, hatte im Mai 2016 seinen Geburtstag gefeiert, war im Auto eines Freundes mit mehreren anderen Jugendlichen auf dem Heimweg. Auf einer Landstraße zwischen Pattensen und Hiddesdorf, in der Region Hannover, kam das Auto von der Straße ab und prallte gegen einen Baum. Feierabend und zwei Freunde starben, der alkoholisierte Fahrer und der Beifahrer überlebten verletzt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 24.01.2018 | 17:00 Uhr

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