Stand: 09.08.2018 09:12 Uhr

Tödlicher Unfall am Bahnübergang: Prozess beginnt

Nach einem tödlichen Unfall an einem Bahnübergang bei Neustadt am Rübenberge (Region Hannover) muss sich heute ein Bahnmitarbeiter vor dem Amtsgericht der Stadt verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 37-Jährigen unter anderem fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vor. Er soll im Mai 2017 die Schranken des Bahnübergangs Eilvese geöffnet haben, obwohl ein Zug kam. Ein Laster fuhr auf den Übergang und wurde dort von dem Regionalzug erfasst. Der 59 Jahre alte Lkw-Fahrer kam ums Leben, mehrere Zugreisende wurden verletzt.

Automatische Schranke wurde modernisiert

Der Mitarbeiter habe einen Fehler begangen, so die Staatsanwaltschaft. Er habe einen Zug als bereits durchgefahren notiert, obwohl dieser die Stelle noch nicht passiert hatte. Daraufhin sei die Schranke geöffnet worden. Die Behelfsschranke war damals eingerichtet worden, weil die automatische Anlage modernisiert wurde. Die Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung war zu dem Ergebnis gekommen, dass neben dem fehlerhaften Handeln des nun angeklagten Mitarbeiters auch unsorgfältige telefonische Meldungen der benachbarten Stellwerksbeamten den Unfall begünstigt hatten.

 

Weitere Informationen

Bahnunfall: Ermittlungen gegen Arbeiter

Nach dem tödlichen Unfall an einem Bahnübergang in Neustadt ermittelt die Polizei gegen einen Bahn-Arbeiter wegen fahrlässiger Tötung. Er war für das Schließen der Schranken zuständig. (16.05.2017) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 09.08.2018 | 08:30 Uhr

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