Tödlicher Schuss auf Autofahrer: Verdächtiger schweigt

Stand: 08.06.2021 19:59 Uhr

Nach Schüssen mit einem Toten in der Innenstadt von Hannover schweigt der Tatverdächtige. Am Montag hatte sich der 32-Jährige den Behörden gestellt und sitzt in Untersuchungshaft.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte sich der Mann am Montag im Stadtgebiet Hannovers von Einsatzkräften widerstandslos festnehmen lassen. Ihm werde Totschlag zur Last gelegt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Der Anwalt des Beschuldigten sagte dem NDR in Niedersachsen, sein Mandant sei von dem 30-jährigen Opfer bedroht worden und berufe sich auf Notwehr. Das Abtauchen über vier Tage erklärte der Anwalt damit, dass sein Mandant nach der Tat "psychisch angeschlagen" gewesen sei.

Opfer starb an Schussverletzung

In den Tagen zwischen der Tat und dem Aufgreifen des Tatverdächtigen hatten sich Anwalt und Staatsanwaltschaft sehr bedeckt gehalten. Angaben dazu, ob sich Todesschütze und Opfer kannten oder ob es eine zufällige Begegnung war, machten sie nicht. Zweifelsfrei fest steht, dass das 30-jährige Opfer an einer Schussverletzung gestorben ist. Das habe die vorläufige Obduktion ergeben.

Tat am helllichten Tag

Zu der Tat war es am Donnerstag gegen 13.30 Uhr an der Arndtstraße gekommen. Der Tatverdächtige soll infolge einer Auseinandersetzung, bei der beide Fahrzeuge beschädigt wurden, einen Schuss auf den 30-Jährigen und dessen 51 Jahre alten Beifahrer abgegeben haben. Trotz Wiederbelebungsversuchen starb der Mann. Der Gesuchte flüchtete zu Fuß.

Opfer tötete vor vier Jahren einen 25-Jährigen

Gegen das 30-jährige Opfer wurde vor vier Jahren wegen Totschlags ermittelt. Er hatte einen 25-Jährigen erschossen und sich danach gestellt. Die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren gegen den Mann damals ein, weil die Ermittler von Notwehr ausgingen, so die Sprecherin. Der Mann bekam eine Bewährungsstrafe, weil er gegen das Waffengesetz verstoßen hatte.

Dieses Thema im Programm:

Niedersachsen 18.00 | 08.06.2021 | 18:00 Uhr

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