Stand: 23.05.2019 16:25 Uhr

Tödlicher Arbeitsunfall: Zwei Männer verurteilt

Das Amtsgericht Hannover hat am Donnerstag zwei Männer zu Geldstrafen verurteilt. Sie tragen eine Mitverantwortung für einen tödlichen Arbeitsunfall in Hemmingen vor zwei Jahren. (Themenbild)

Nach einem Arbeitsunfall hat das Amtsgericht Hannover den Chef und den Werkmeister eines metallverarbeitenden Betriebs wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe verurteilt. Nach Angaben eines Gerichtssprechers sollen die Angeklagten in dem Unternehmen in Hemmingen (Region Hannover) eine defekte Maschine entgegen der Sicherheitsbestimmungen in Betrieb genommen und so den Tod eines Angestellten mit verursacht haben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Unfallursache: Pfusch bei der Reparatur

Die Richter entschieden gegen eine Freiheitsstrafe, weil die Angeklagten nicht vorbestraft sind und der Defekt dem verstorbenen Arbeiter bekannt gewesen war. Laut Staatsanwaltschaft soll eine Drehmaschine aus Kostengründen unzureichend repariert worden sein. Statt eines Sicherheitsglases hätten die Verantwortlichen lediglich Kunststoff zum Schutz der Arbeiter an der Maschine angebracht. Ein Beschäftigter wurde vor zwei Jahren von einem Metallstück am Kopf getroffen und tödlich verletzt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 23.05.2019 | 07:30 Uhr

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