Ein zerstörter Tragschrauber liegt nach einem Absturz am Zaun eines Logistikzentrums in der Nähe des Hildesheimer Flugplatzes © dpa-Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte

Tödlicher Absturz in Hildesheim: Gyrocopter zerfällt im Flug

Stand: 22.07.2021 14:29 Uhr

Der Grund für den Absturz eines Traghubschraubers in Hildesheim ist offenbar kein Pilotenfehler gewesen. Zeugen zufolge lösten sich in der Luft Teile der Maschine ab - unter anderem der Motor.

Der Traghubschrauber war am Mittwochvormittag im Landeanflug auf den Flugplatz, als es laut Polizei zu einem sogenannten Luftzerleger kam. Der Motor fiel auf ein nahe gelegenes Dach, ein Rotorblatt wurde zwischen dem Flugplatz und einer angrenzenden Straße gefunden. Das Gestell sei dann aus rund 50 Metern Höhe abgestürzt und vor dem Flughafengelände in der Nähe eines Logistikzentrums auf den Boden geprallt. Der Gyrocopter sei "wie ein Stein vom Himmel gefallen", sagten Zeugen. Der 60-jährige Fluglehrer aus Hildesheim und sein 53 Jahre alter Flugschüler aus Oldendorf (Landkreis Stade) starben.

Polizei und BFU ermitteln an Absturzstelle

Der Bereich um die Unglücksstelle wurde am Mittwoch weiträumig abgesperrt. Neben Ermittlern der Polizei waren auch Experten der zuständigen Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) aus Braunschweig vor Ort.

Vor zwei Wochen Sportflugzeug abgestürzt

Zuletzt war in Niedersachsen vor zwei Wochen ein Sportflugzeug abgestürzt. Die Maschine war aus noch ungeklärtem Grund auf einem Maisfeld in Nordholz (Landkreis Cuxhaven) heruntergekommen. Die beiden Insassen, ein Paar aus Cuxhaven, starben.

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Ein Polizeiauto wartet vor einer Zufahrt zum Flugplatz Cuxhaven. © Jörn Hüneke/TNN/dpa Foto: Jörn Hüneke

Tote bei Flugzeug-Absturz: Opfer wohl Ehepaar aus Cuxhaven

Das Sportflugzeug war kurz nach dem Start in Nordholz verunglückt. Die Maschine stürzte in ein Maisfeld und fing Feuer. (09.07.2021) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 22.07.2021 | 13:30 Uhr

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