Tiny Houses als neue Wohnform für Senioren?

Stand: 12.11.2021 10:12 Uhr

In den 80er-Jahren wurde in Steyerberg ein Ökodorf gegründet. Die Pioniere von damals sind mittlerweile mehr als 70 Jahre alt - und suchen gemeinsam mit Jüngeren eine neue Form des Altenheims.

Nötig ist das - denn die meisten Häuser im "Lebensgarten", wie die Gemeinschaft ihren Ort im Landkreis Nienburg genannt hat, sind nicht altersgerecht. Weil zudem jüngere Generationen nachdrängen und auch Teil der Lebens- und Wertegemeinschaft werden wollen, soll neu gebaut werden. Jung und Alt suchen dabei gemeinsam nach Lösungen. Und auch dabei wird es kreativ.

Videos
Das Tiny-House.
5 Min

Tiny Houses für das Älterwerden

In Steyerberg wurde in den 80er-Jahren ein Ökodorf gegründet. Die Bewohner suchen nach einer neuen Form des Altenheims. 5 Min

Japanische Modul-Bauweise als Vorbild

Eine Idee stammt von Jannes Bohmfalk. Der 35-Jährige hat sich vom Tiny-House-Trend inspirieren lassen. Gemeinsam mit einem Freund hat er eine jahrhundertealte japanische Modul-Bauweise genommen und auf die Bedürfnisse der Senioren angepasst. Die als Holzständerwerk konzipierten Häuser sind 30 Quadratmeter groß, können je nach Bedürfnis - und Geldbeutel aber erweitert werden.

Gemeinsame Räume und Eigenständigkeit möglich

Jedes Haus, das zwischen 75.000 und 100.000 Euro kosten soll, ist barrierefrei. Trotz der Eigenständigkeit sind gemeinsame Räume und gemeinsam genutzte Pflegestrukturen möglich. Bei der Zielgruppe kommt das gut an. "Es ist wirklich was ganz besonderes und was total Ungewöhnliches. Soweit hatten wir nie gedacht", sagt Petra Völker. Die 75-Jährige lebt seit 14 Jahren im Lebensgarten.

Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 11.11.2021 | 19:30 Uhr

Mehr Nachrichten aus der Region

Ein Kirchturm wird gesprengt. © NDR

Hannover-Stöcken: Turm der Corvinuskirche gesprengt

90 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. An der Stelle soll bis Mitte 2023 ein neues Kirchenzentrum mit Kita entstehen. mehr

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen