Stand: 09.08.2020 15:10 Uhr

TUIfly sieht sich nach Neustart im Aufwind

Ein Mann in gelber Arbeitsjacke vor einem TUIfly-Flugzeug © dpa Picture Alliance Foto: Julian Stratenschulte
TUIfly zieht nach dem Corona-Neustart eine positive Zwischenbilanz (Archivbild).

Der Reisekonzern TUI mit Sitz in Hannover hält den Neustart in der Corona-Krise der unternehmenseigenen Fluggesellschaft TUIfly für gelungen. Die TUI-Tochter habe seit dem 15. Juni insgesamt rund 250.000 Gäste an Bord begrüßt. Die Corona-Verhaltensregeln samt Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes würden von den Gästen insgesamt gut angenommen, sagte TUIfly -Geschäftsführer Oliver Lackmann.

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Auch die Zahl der reaktivierten Flugzeuge sei angestiegen: Im Juli seien bis zu 21 Maschinen des Typs Boeing 737 im Einsatz gewesen. Vom Vor-Corona-Zustand ist die Fluggesellschaft aber noch weit entfernt. Das zeigt auch die mittelfristige Zielsetzung: In den kommenden Monaten wolle man mehr als die Hälfte der ursprünglich geplanten Kapazitäten der Flotte wieder anbieten, teilte TUIfly mit. So will die TUI-Tochter etwa Verbindungen für Ägypten, Tunesien und die Kapverdischen Inseln wieder aufnehmen - sobald die dafür derzeit geltenden Reisewarnungen fallen. Die wieder geöffneten Touristenregionen in der Türkei sind bereits seit dem Wochenende wieder buchbar.

Von der Krise hart getroffen

TUIfly ist durch die Corona-Pandemie tief in die Krise gerutscht. Der Konzern hat einen massiven Sparkurs beschlossen - in dessen Folge der Wegfall Hunderter Jobs befürchtet wird. Die Basis in Hamburg soll geschlossen werden. Darüber hinaus kündigte der Konzern an, die Flotte auf 17 Maschinen zu halbieren. Auch der TUI setzt die Krise zu: Mitte Mai hatte der Mutterkonzern von TUIfly bekanntgegeben, weltweit rund 8.000 Stellen zu streichen. TUI erhielt bereits einen staatlichen Hilfskredit über 1,8 Milliarden Euro.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 09.08.2020 | 08:00 Uhr

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