Stand: 13.08.2020 11:11 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

TUI verliert 1,4 Milliarden Euro durch Corona

Vor dem Eingang zu einem Gebäude ist ein Aufsteller mit dem Logo der TUI Group zu sehen. © dpa - Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte
Der Umsatz von TUI ist laut einer am Donnerstag veröffentlichten Bilanz in den Haupt-Corona-Monaten um 98,5 Prozent eingebrochen. (Themenbild)

Die Corona-Krise hat den Touristikkonzern TUI aus Hannover tief in die roten Zahlen gebracht. Das weltgrößte Reiseunternehmen gab am Donnerstag bekannt, dass der Umsatz im Zeitraum April bis Juni um 98,5 Prozent auf 72 Millionen Euro eingebrochen sei - ein Minus von rund 1,4 Milliarden Euro. Das Geld reiche nicht aus, um die Betriebskosten zu decken, hieß es. Um die Krise zu überstehen, hat sich TUI Staatskredite im Umfang von drei Milliarden Euro gesichert.

1,7 Millionen neue Buchungen

Vorstandschef Fritz Joussen sagte, es zeige sich seit der Wiederaufnahme des Reiseverkehrs Mitte Juni ein positiver Trend. 1,7 Millionen Menschen hätten Flüge gebucht. Allein im Juli seien mehr als eine halbe Million Menschen mit TUI verreist. Die Balearen seien ebenso ein beliebtes Ziel wie die griechischen Inseln. Für viele Urlaubsgebiete außerhalb der EU bestehen - abgesehen etwa von der türkischen Mittelmeerküste - nach wie vor Reisewarnungen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 13.08.2020 | 13:30 Uhr

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