Die Hände eines Menschen beim einschäumen mit Seife an einem Waschbecken. © colourbox Foto: plus medya

Studie: Mehrheit hält sich für strikter bei Corona-Regeln

Stand: 06.04.2021 15:16 Uhr

Die Mehrheit der Menschen glaubt von sich selbst, besser als andere die Corona-Regeln zu befolgen. Das legt eine Studie der Universität Hildesheim nahe.

Die Forscher befragten 1.102 Menschen aus Deutschland, Großbritannien, Schweden und den USA. Die Länder seien ausgewählt worden, weil die Regierungen dort sehr unterschiedlich auf die Pandemie reagiert hätten, sagte Studienleiter Andreas Mojzisch. Das Interessante: Die Ergebnisse der Befragung seien jedoch nahezu identisch, unabhängig vom Land. Das spreche für einen sehr stabilen Befund, der nicht von Kontextfaktoren abhängig sei, erläuterte Mojzisch.

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Wie werden die Regeln eingehalten?

Per Online-Fragebogen wurden die Studien-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer etwa dazu befragt, ob und wie regelmäßig und gründlich sie ihre Hände reinigen, den Mindestabstand einhalten und möglichst oft zu Hause bleiben. Auch sollten sie beantworten, ob sie Nase, Mund und Augen möglichst nicht berühren und überfüllte Bereiche vermeiden.

Motivation könnte sinken

Die verbreitete Überzeugung, sich selbst besser an die Regeln zu halten als andere, könne gefährliche Folgen haben. "Wenn ich der Meinung bin, dass sich die anderen Menschen weniger strikt an die Covid-19-Regeln halten als ich selbst, dann kann das die gefährliche Konsequenz haben, dass langfristig meine Motivation sinkt, mich ebenfalls an die Regeln zu halten."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 06.04.2021 | 13:00 Uhr

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