Eine Abbildung des Reformationsfensters steht in der Marktkirche Hannover. © dpa-Bildfunk Foto:  Hauke-Christian Dittrich/dpa

Streit um Reformationsfenster Ende November vor dem OLG

Stand: 15.09.2021 16:34 Uhr

Der Streit um das von Altkanzler Gerhard Schröder geschenktes Kirchenfenster für die Marktkirche in Hannover wird am 30. November vor dem Oberlandesgericht (OLG) Celle verhandelt.

Das vom Künstler Markus Lüpertz gestaltete Fenster aus buntem Glas sollte eigentlich schon zum Reformationstag 2018 eingebaut werden. Doch der Erbe des Marktkirchen-Architekten, der nach dem Krieg für die Gestaltung des Innenraums verantwortlich war, wehrt sich gegen den Einbau. Er sieht das Urheberrecht verletzt und klagte gegen die Marktkirchengemeinde.

Urteil kommt erst später

In erster Instanz hatte das Landgericht Hannover die Klage Ende vergangenen Jahres abgewiesen. Die Richter begründeten ihren Entscheidung damit, dass der Gesamteindruck des Innenraums durch das Fenster zwar verändert, aber nicht zerstört werde. Zudem könne die Gemeinde die Kirche aus religiösen Gründen umgestalten. Dagegen hat der Architekten-Erbe Berufung eingelegt. Laut OLG Celle wird am Tag der mündlichen Verhandlung allerdings noch kein Urteil fallen.

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Eine Abbildung des Reformationsfensters steht in der Marktkirche Hannover. © dpa-Bildfunk Foto:  Hauke-Christian Dittrich/dpa

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So wollen sie eine Gemeindeversammlung erzwingen. Das geplante Kunstwerk sei unwürdig für die Marktkirche. (05.09.2021) mehr

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 16.09.2021 | 06:30 Uhr

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