Stand: 15.12.2019 11:51 Uhr

Strecke Hannover-Göttingen: Freie Fahrt für ICE

Ein ICE fährt auf der Schnellfahrtstrecke zwischen Göttingen und Hannover. © dpa-Bildfunk Foto: Sven Pförtner
Auf der Schnellfahrstrecke von Hannover nach Göttingen können die ICE-Züge wieder fahren.

Die sanierte Schnellfahrstrecke zwischen Hannover und Göttingen ist termingerecht zum Fahrplanwechsel seit Sonntag wieder offiziell in Betrieb. Dadurch verkürzt sich die Fahrtzeit wieder von etwa einer Stunde auf gut 30 Minuten, wie die Bahn mitteilte. Die jetzt abgeschlossene Streckenerneuerung hatte im Juni begonnen. In dieser Zeit waren alle Züge über eine Nebenstrecken umgeleitet worden.

"Fast pünktlich abgefahren"

Der erste ICE von Hannover in Richtung Göttingen startete gegen 6.30 Uhr, wie ein Sprecher der Bahn-Zentrale in Berlin sagte. In der Gegenrichtung machte sich der erste ICE um kurz vor 8.00 Uhr von Göttingen nach Norden auf. "Die ersten Züge sind fast pünktlich abgefahren", hieß es, was bahnintern wohl als Erfolg gilt. Eine Stellwerkstörung in Orxhausen (Landkreis Northeim) habe dazu geführt, dass vormittags für rund eine Stunde dann noch einmal eine Umleitung über einen Teilabschnitt der Ausweichstrecke eingerichtet werden musste. Danach sei der Verkehr über die Schnellstrecke aber planmäßig verlaufen, so die Bahn.

405.000 Tonnen Schotter verbaut

Auf rund 89 Kilometern sind auf der Schnellfahrstrecke zwischen Hannover und Göttingen in den vergangenen sechs Monaten nach Bahn-Angaben unter anderem 243.000 Betonschwellen, 405.000 Tonnen Schotter, 142 Kilometer Gleise und 47 Weichen erneuert worden. Zudem wurden neun Tunnel und acht Talbrücken saniert. Mit einem Messzug hat die Bahn in den vergangenen Tagen die Strecke eingehend geprüft.

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Täglich 110 Fernzüge

Die Generalsanierung der Trasse war nach Angaben der Bahn unvermeidbar. Der Abschnitt zwischen Hannover und Göttingen, der Teil der Schnellfahrstrecke Hannover-Würzburg ist, war fast 30 Jahre lang im Dauerbetrieb. Die insgesamt 327 Kilometer lange Trasse soll in Etappen bis 2023 saniert werden. Auf der Strecke verkehren täglich rund 110 Fernverkehrszüge mit bis zu Tempo 280 sowie rund 25 Güterzüge. Kosten für die Erneuerung des Abschnitts zwischen der niedersächsischen Landeshauptstadt und der südniedersächsischen Universitätsstadt bezifferte die Bahn auf rund 175 Millionen Euro. Als nächstes will die Bahn den Streckenabschnitt zwischen Göttingen und Kassel erneuern.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 15.12.2019 | 09:00 Uhr

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