Stand: 02.07.2020 08:19 Uhr

Stickoxide: Städte und DUH wollen sich einigen

Auf einer Straße staut sich der Verkehr. © NDR
Zu hohe Stickoxid-Werte: Die beklagten Städte Hannover und Osnabrück wollen sich mit der Umwelthilfe einigen. (Themenbild)

In den Klageverfahren um die Luftreinhaltepläne der Städte Osnabrück und Hannover zeichnen sich einvernehmliche Lösungen mit der Deutschen Umwelthilfe (DUH) ab. Beide Seiten haben sich vor dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg (OVG) darauf geeinigt, das Verfahren zunächst ruhen zu lassen. Das teilte eine Gerichtssprecherin am Mittwoch mit. Streitpunkt sind zu hohe Stickoxid-Werte in beiden Städten, die in den vergangenen Jahren an einigen Messstellen über dem gesetzlichen Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft lagen.

Diesel-Fahrverbote kein Thema mehr

Die DUH hatte deshalb gegen beide Städte Klagen eingereicht. Die Stadt Hannover und die DUH haben sich nun darauf geeinigt, sich gemeinsam auf Maßnahmen zu verständigen und so eine einvernehmliche Lösung zu erzielen. Die Stadt Osnabrück habe ihrerseits zugesagt, der DUH Unterlagen über die zur Verbesserung der Luftqualität geplanten neuen Fahrzeuge zu übersenden, teilte die Gerichtssprecherin mit. Die Stadt hatte angekündigt, ihre Busflotte zu modernisieren und unter anderem stärker auf Elektrofahrzeuge zu setzen. Fahrverbote für Dieselfahrzeuge seien von der DUH nicht gefordert worden.

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Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg. © picture alliance/dpa Foto: Philipp Schulze

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 02.07.2020 | 08:30 Uhr

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