Stand: 26.11.2019 15:51 Uhr

Stadt Hannover will Stellplatzsatzung lockern

Ein Schild weist auf Anwohner-Parkplätze hin © picture alliance/CITYPRESS 24 Foto: Darius Simka/CITYPRESS24
Die Stadt Hannover will die Stellplatzsatzung für neue Wohnungen lockern. (Themenbild)

In Hannover brauchen neue Wohnungen künftig nicht mehr zwingend einen eigenen Autostellplatz. Wie die Stadt am Dienstag mitteilte, soll die Stellplatzsatzung entsprechend angepasst werden. Die neue, auf Hannover zugeschnittene Regelung soll insbesondere für Wohnviertel gelten, die gut mit Bus, Bahn oder dem Fahrrad zu erreichen sind. Ziel ist es, so den Bau dringend benötigter Wohnungen zu erleichtern. Der Rat muss über den Entwurf der neuen Satzung allerdings noch abstimmen.

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Das Rathaus am Maschsee. © NDR Foto: Julius Matuschik
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Erleichterungen auch für Sozialwohnungen und Heime

Zukünftig sollen Bauherren auch dann weniger Stellplätze vorweisen müssen, wenn es eine überdachte Fahrradabstellanlage gibt. Für neue Sozialwohnungen sowie Studenten- und Altenheime ist grundsätzlich eine geringere Zahl von Parkplätzen vorgesehen. Hier sei der Bedarf erfahrungsgemäß geringer sei, heißt es in der Mitteilung der Stadt. Bislang musste gemäß der niedersächsischen Bauordnung für jede neue Wohnung mindestens ein Parkplatz gebaut werden. Künftig sollen unabhängig von den genannten Ausnahmen je nach Lage maximal noch 0,5 bis 0,8 Stellplätze pro Wohnung nachgewiesen werden müssen.

Osnabrück passt Stellplatzsatzung ebenfalls an

Auch andere Kommunen lockern zur Förderung des Wohnungsbaus ihre Stellplatzsatzung. Osnabrück etwa rückte bereits 2016 vom Grundprinzip eines verpflichtenden Parkplatzes pro Wohnung ab. Experten halten dies für eine wichtige Voraussetzung, um neuen Wohnraum schaffen zu können. Der Eigentümerverband Haus und Grund hatte daher erst kürzlich gefordert, dass die Vorgaben für Stellplätze beim Bau von Wohnungen gelockert werden müssten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 26.11.2019 | 14:30 Uhr

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