Stand: 13.06.2018 18:01 Uhr

Sprengel Museum: Stadt widerspricht Vorwürfen

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Das Sprengel Museum muss für rund 11,5 Millionen Euro saniert werden. Darüber, wer die Kosten trägt, gibt es Streit. (Archivbild)

Im Streit darum, wer die Kosten von Reparaturen im Sprengel Museum übernimmt, hat die Stadt Hannover Vorwürfe zurückgewiesen: Das Land sei frühestmöglich über die steigenden Kosten bei den Brandschutzmaßnahmen informiert worden, sagte ein Sprecher. Die Unterlagen habe man dem Ministerium zugesandt. Die Stadt gehe weiter davon aus, dass sich das Land an den Kosten beteiligt.

Haushalt 2019 sieht kein Geld für Sprengel vor

Hannover und das Land Niedersachsen finanzieren das Museum jeweils zur Hälfte. Wie sie sich die anstehenden Sanierungskosten teilen, ist aber noch unklar. Der Landeshaushalt für 2019 sehe kein Geld für die Sprengel-Sanierung vor, hatte Kulturminister Björn Thümler (CDU) am Montag im Kulturausschuss des Landtags mitgeteilt. Zuvor war bekannt geworden, dass die Reparaturarbeiten im Altbau deutlich teurer werden als geplant: 11,5 Millionen Euro anstelle der ursprünglich veranschlagten 4 Millionen.

Weitere Informationen

Sprengel Museum: Brandschutz-Kosten explodieren

Der Brandschutz im Altbau des Sprengel Museums entspricht nicht mehr heutigen Standards. Vier Millionen Euro waren für die Sanierung angesetzt worden - nun sollen es elf werden. (20.04.2018) mehr

Thümler: "Keine belastbaren Unterlagen von der Stadt"

Starten die Arbeiten wie geplant Anfang 2019, muss die Stadt die ersten Rechnungen alleine zahlen - so sieht es Thümler. Er erklärte im Ausschuss, sein Ministerium habe einfach viel zu spät Unterlagen von der Stadt bekommen, so Thümler im Ausschuss. Deshalb habe er das Geld beim Finanzministerium gar nicht erst beantragt. Es habe keine belastbare Bauunterlage gegeben, aus der hervorgegangen wäre, wo die Kosten entstehen, warum sie entstehen und weshalb sie überhaupt gestiegen sind, so Thümler: "Und bei dem Finanzministerium anzutreten, ohne überhaupt irgendwas in der Hinterhand zu haben - damit braucht man nicht anzufangen", sagte Thümler NDR 1 Niedersachsen. Immer wieder habe er bei der Stadt nachgefragt - dennoch fehlten auch jetzt noch Unterlagen.

Hannovers SPD-Chef ratlos

Im Kulturausschuss des Landtags sitzt auch Alptekin Kirci von der SPD. Kirci ist Vorsitzender des SPD-Stadtverbandes Hannover - und ratlos: Thümler habe gesagt, dass die Stadt auf einzelne Vorgänge und Nachfragen nicht geantwortet habe, so Kirci zu NDR 1 Niedersachsen: "Da muss ich jetzt selbst auch bei mir in der SPD-Ratsfraktion nachfragen, ob das so zutrifft und wenn ja, warum das so passiert ist. Ist natürlich ärgerlich."

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 13.06.2018 | 14:30 Uhr

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