Stand: 14.05.2019 20:32 Uhr

Schweres Foul: Amateur-Fußballer verurteilt

Für ein schweres Foulspiel auf dem Fußballfeld hat das Amtsgericht Hannover einen Amateur-Sportler am Dienstag wegen Körperverletzung verurteilt. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen. Der 24-Jährige aus Hannover hatte einem Gegenspieler bei einem Spiel in der 4. Kreisliga das Waden- sowie das Schienbein gebrochen. Ein Fußballplatz sei kein rechtsfreier Raum, begründete der Richter das Urteil. Der Spieler der 2. Mannschaft des SC Elite wurde zu einer Geldstrafe von 1.350 Euro verurteilt.

Schwere Verletzung billigend in Kauf genommen

Das Team des 24-Jährigen hatte bei dem Spiel im vergangenen November gegen die 2. Mannschaft des FC Can Mozaik mit 1:5 zurückgelegen. Nur wenige Minuten vor dem Spielende grätschte der junge Mann mit gestrecktem Bein in seinen Kontrahenten - und traf ihn am Unterschenkel. Eine solche Brutalität habe er zuvor noch nicht gesehen, berichtete der als Zeuge geladene Schiedsrichter des Spiels. Der Richter kam in seinem Urteil zu dem Schluss, dass der 24-Jährige frustriert gewesen sein muss. Er habe mit der Grätsche billigend in Kauf genommen, eine schwere Verletzung zu verursachen.

Landen künftig weitere solcher Fälle vor Gericht?

Die Staatsanwaltschaft hatte sechs Monate Haft auf Bewährung gefordert. Der Verteidiger hielt dagegen einen Freispruch für angemessen. Nach dem Urteil hält es der Anwalt des Amateur-Sportlers für wahrscheinlich, dass sich das Amtsgericht Hannover nun häufiger mit ähnlichen Fouls beschäftigen wird.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 14.05.2019 | 17:00 Uhr

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