Stand: 30.06.2019 16:31 Uhr

Schützenausmarsch: Teilnehmer trotzen der Hitze

Bei strahlend blauem Himmel, sengender Sonne und gefühlten 41 Grad sind beim traditionellen Schützenausmarsch in Hannover mehr als 10.000 Teilnehmer durch die Innenstadt gezogen - unter ihnen rund 5.000 Musiker und Schützen. Dabei hielten sich trotz der erlaubten "Marscherleichterung" viele Schützen am Sonntag an die Etikette: Sie marschierten in Uniform, obwohl die Sakko-Pflicht wegen der hohen Temperaturen aufgehoben worden war. Auf die Handschuhe verzichteten allerdings einige Schützen. Dafür gehörten etwa Sonnencreme, Wasserspray und Kopfbedeckungen bei Marschierenden und Zuschauern zur Ausrüstung für den diesen heißen Tag. An der Spitze des Zuges: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) - ebenfalls im Sakko, aber mit Strohhut.

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Hannover: Schützen feiern in der Hitze der Stadt

Der Schützenausmarsch gilt als traditioneller Höhepunkt des hannoverschen Schützenfestes. Trotz der hohen Temperaturen sind zahlreiche Gäste gekommen, um dem Spektakel beizuwohnen. (30.06.2019) Bildergalerie

Normaler Einsatz für Polizei und Feuerwehr

Trotz der hohen Temperaturen sprechen Polizei und Feuerwehr von einem vergleichweise normalen Einsatzaufkommen. Einige Menschen hätten mit Kreislaufproblemen behandelt werden müssen, andere hätten zu wenig getrunken. Dramatische Vorkomnisse habe es aber nicht gegeben, berichtet die Feuerwehr.

140.000 Zuschauer - weniger als 2018

140.000 Besucher verfolgten den Ausmarsch nach Angaben der Veranstalter an den Straßen und auf den Tribünen am Ballhof, Opernplatz und der Bruchmeisterallee - deutlich weniger als im vergangenen Jahr. Da waren es etwa 200.000 Zuschauer. Weil für den Sonntag in Hannover Temperaturen von bis zu 37 Grad vorhergesagt waren, hatte die Feuerwehr kostenloses Trinkwasser entlang der Strecke bereitgestellt. Auch für die Pferde im Festzug wurde gesorgt: Sie konnten mit Schwämmen gekühlt werden.

Startschuss am Freitag

Bereits am Freitag hatte das 490. Schützenfest begonnen - nach Angaben der Stadt das größte der Welt. Wie in jedem Jahr fiel der Startschuss mit der offiziellen Verpflichtung der vier Bruchmeister in der Rathaushalle. Sie waren es auch, die am Sonntag die vier Züge des zehn Kilometer langen Schützenausmarsches anführten.

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Das hannoversche Schützenfest - bunt und grell

Auf dem Schützenplatz in Hannover geht es wieder bunt zu: Das alljährliche Schützenfest ist am Freitag gestartet. Die Fahrgeschäfte locken mit grellen Lichtern und Neonfarben. (29.06.2019) Bildergalerie

Längster Schützenausmarsch der Welt

Der Ausmarsch mit 40 Festwagen gilt traditionell als Höhepunkt der Feierlichkeiten - und als längster Schützenausmarsch der Welt. Beteiligt waren Festwagen und Kutschen, Karnevals- und Reitvereine, mehr als 100 Musikkapellen sowie zahlreiche Kultur- und Folkloregruppen aus mehreren Ländern.

Attraktionen und Traditionen

Bis zum 7. Juli werden rund eine Million Besucher in Hannover erwartet. Sie können auf dem Schützenplatz unter anderem 27 Fahrgeschäfte sowie rund 100 Imbiss-, Süßwaren- und Eiswagen ansteuern. Als eine der Hauptattraktionen unter den Fahrgeschäften nennen die Veranstalter "Dr. Archibald - Master of Times" - dort muss eine unbekannte Welt mithilfe einer Virtual-Reality-Brille durchquert werden. Zum Tag der niedersächsischen Schützenvereine am 5. Juli rechnen die Organisatoren zudem mit 90 Vereinen mit knapp 1.800 Teilnehmern.

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Schützenausmarsch in Hannover wird zum Hitzefest

Der Schützenausmarsch in Hannover droht zu einer Hitzeschlacht zu werden. Meteorologen rechnen mit Temperaturen von 37 Grad. Organisatoren, Einsatzkräfte und Schützen reagieren. (27.06.2019) mehr

Sicherheitskonzept hat sich 2018 bewährt

Die Landeshauptstadt und die Polizeidirektion Hannover haben das Sicherheitskonzept ausgearbeitet. An den fünf Eingängen zum Schützenplatz kontrolliert ein privater Sicherheitsdienst Besucher und deren Taschen. Die Polizei ist mit einer Wache vor Ort auf dem Schützenplatz - an der Bruchmeisterallee, in der Nähe des Gilde-Tors. Im vergangenen Jahr hatten sich Polizei und Einsatzkräfte nach dem Fest zufrieden geäußert. Die Zahl der Straftaten hatte sich demnach im Vergleich zu 2017 halbiert. Zurückgeführt wurde dies auf die gesteigerte Polizeipräsenz und Videokameras. Außerdem hatte es gut ein Viertel weniger medizinische Einsätze gegeben.

Dieses Thema im Programm:

30.06.2018 | 10:30 Uhr

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