Stand: 11.01.2019 19:15 Uhr

SPD: Frauenanteil im Landtag soll steigen

Noch immer sind im Niedersächsischen Landtag deutlich weniger Frauen als Männer vertreten. Nur rund ein Drittel der Abgeordneten sind Frauen. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) will das ändern. Der Regierungschef, der auch SPD-Landesvorsitzender ist, bringt dafür ein Paritätsgesetz ins Spiel. Damit würden gleich viele Männer und Frauen in den Landtag, in Gemeinderäte, vielleicht sogar in den Bundestag einziehen. Der Koalitionspartner CDU lehnt die Idee allerdings ab.

Stephan Weil mit einer Kollegin.

SPD will mehr Frauen im Landtag

Niedersachsen 18.00 -

In Springe am Deister ist die SPD in Klausur gegangen. Einer der Programmpunkte: Nur jeder vierte Sitz im Landtag ist weiblich besetzt. Ein Zustand, den die Partei ändern will.

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CDU will Frauen besser einbinden

Gesetze zu ändern, um mehr Frauen für die Politik zu gewinnen - das ist für die niedersächsische CDU nicht der richtige Weg. Gesetze bekämpften nur die Symptome, nicht die Ursachen - sagte der Generalsekretär Kai Seefried. Aber auch die CDU wünsche sich mehr Frauen in den eigenen Reihen, so Seefried. "Für uns als Volkspartei kann es nicht zufriedenstellend sein, wenn nur ein Viertel der Mitglieder weiblich ist. Wir wollen und wir müssen eine bessere Einbindung von Frauen in die Politik erreichen."

Frauenquote gesunken

Der Anteil der weiblichen Abgeordneten im Niedersächsischen Landtag ist zuletzt wieder gesunken. Aktuell liegt die Quote bei 27 Prozent. Noch geringer ist der Frauenanteil in den Kommunalparlamenten. In Bad Sachsa (Landkreis Göttingen), Groß Ippener (Landkreis Oldenburg) und Staffhorst (Landkreis Diepholz) sind überhaupt keine Frauen vertreten.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 11.01.2019 | 17:00 Uhr

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