Stand: 25.08.2019 15:30 Uhr

SPD-Chef-Wahl: Pistorius hält GroKo-Zukunft offen

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Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius geht mit der sächsischen Integrationsministerin Petra Köpping als Duo in die Wahl zum SPD-Parteichef.

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) will sich als Bewerber für den SPD-Bundesvorsitz nicht darauf festlegen, wie es mit der Großen Koalition in Berlin weitergehen sollte. "Aus meiner Perspektive war es jetzt eine Große Koalition zu viel", sagte er. Allerdings habe die Bundesregierung nach dem SPD-Parteitag im Dezember nur noch gut 14 Monate, bis der Wahlkampf beginne, so Pistorius. Das sei überschaubar. "Ich werde nicht heute sagen, ich will jetzt raus. Das überlasse ich anderen Bewerbern", sagte er. Die Wahl des neuen SPD-Chefs wird formell auf einem Parteitag Anfang Dezember besiegelt. Faktisch soll die Basis auf 23 Regionalkonferenzen über den Parteivorsitz entscheiden. Vorgesehen ist eine Doppelspitze. Pistorius kandidiert zusammen mit der sächsischen Integrationsministerin Petra Köpping.

Boris Pistorius im Interview.

SPD-Landesvorstand stellt sich hinter Pistorius

Hallo Niedersachsen -

Alle vier Parteibezirke haben sich für eine Doppelspitze von Innenminister Pistorius und der sächsischen Integrationsministerin Köpping als Parteivorsitz ausgesprochen.

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Niedersachsens SPD steht hinter Pistorius

Die Bewerbung des Duos Pistorius-Köpping wird laut Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) vom SPD-Landesvorstand und allen vier Parteibezirken unterstützt. Diese Einstimmigkeit "dürfte in der Bundes-SPD insgesamt als ein starkes Signal wahrgenommen werden", so Weil. Pistorius und Köpping seien in ihrer jeweiligen Heimat stark verankert. Das Duo sei "eine gute Mischung" aus West und Ost. "Es ist ein integratives Angebot, das niemanden ausgrenzt", so Weil. Beide Bewerber blickten zudem auf eine große kommunalpolitische Erfahrung zurück. Vor seiner Zeit als Innenminister war Pistorius Oberbürgermeister von Osnabrück. "Der Kern der SPD ist und bleibt die kommunale Ebene", sagte Weil. Am Freitagabend hatte sich auch Sachsens SPD-Landesvorstand für das Team ausgesprochen.

Bewerbungen noch bis 1. September möglich

Bei seiner Vorstellung im Bezirk Weser-Ems hatte Pistorius gesagt, die SPD müsse bei den Themen Klima, Arbeit und Rente vorankommen. "Jetzt sind die Weichen zu stellen für die kommenden Probleme." Der SPD-Vorsitz ist seit dem Rücktritt von Andrea Nahles im Juni vakant. Bewerbungen sind noch bis zum 1. September möglich. Pistorius kündigte bereits an, dass er sein Amt als Innenminister aufgibt, falls er zum SPD-Chef gewählt werden sollte.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 25.08.2019 | 08:00 Uhr

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