Stand: 26.02.2020 21:15 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Polizeieinsatz an MHH kostet bis zu 1,5 Millionen

Die Kosten für den umstrittenen Aufenthalt eines mutmaßlichen Clan-Mitglieds aus Montenegro sind offenbar doch deutlich höher als zunächst angenommen. Innenminister Boris Pistorius (SPD) taxierte die Kosten des Polizeieinsatzes rund um die Behandlung in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) am Mittwoch im Landtag auf 1,3 bis 1,5 Millionen Euro. Das berichtet die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" (HAZ). Den Löwenanteil davon werde das Land Niedersachsen tragen müssen, so Pistorius weiter. Beim Patienten werde man die Kosten nicht oder allenfalls nur zu geringen Teilen geltend machen können.

Videos
03:44
Hallo Niedersachsen

Umstrittener MHH-Patient sorgt für Nachspiel

24.02.2020 19:30 Uhr
Hallo Niedersachsen

Der Polizeieinsatz für das mutmaßliche Clanmitglied Igor K. aus Montenegro in der MHH dürfte rund 900.000 Euro gekostet haben. Dazu hat der Landtag getagt: Der Vizepräsident der MHH muss gehen. Video (03:44 min)

Polizei spricht von 900.000 Euro

Eine erste Schätzung der Polizei vor wenigen Tagen hatte noch eine deutlich geringere Summe ergeben: Hannovers Polizeipräsident Volker Kluwe hatte in einer Sondersitzung vor Landtagsabgeordneten erklärt, der zweiwöchige Einsatz auf dem Klinikgelände habe 900.000 Euro gekostet. Der Bund der Steuerzahler hatte kurz danach errechnet, dass für den Aufwand inklusive aller Personal- und Sachkosten mehr als 1,6 Millionen Euro zu veranschlagen seien. In 2.456 Schichten waren laut Kluwe 16.058 Personalstunden geleistet worden.

Weitere Informationen

"Nicht verbittert": MHH-Vize Tecklenburg geht

Der Vizepräsident der MHH, Andreas Tecklenburg, hat sich am Mittwoch von der Belegschaft verabschiedet. Er muss seinen Posten nach der Behandlung eines mutmaßlichen Clan-Mitglieds räumen. (26.02.2020) mehr

Tecklenburg nimmt seinen Hut

Das mutmaßliche Clan-Mitglied Igor K. war am 7. Februar in Hannover eingetroffen, um seine Ende Januar erlittenen Schussverletzungen behandeln zu lassen. Den MHH-Ärzten zufolge war vor seiner Aufnahme nicht bekannt, dass er in eine seit Jahren andauernde Clan-Fehde verwickelt sein soll. Am vergangenen Freitag wurde Igor K. in einer Ambulanzmaschine nach Istanbul (Türkei) ausgeflogen. Die Behandlung des Patienten sorgte für erhebliche Kritik - am Ende musste der Vizepräsident der MHH, Andreas Tecklenburg, seinen Hut nehmen.

Weitere Informationen

Umstrittener MHH-Patient: Politisches Nachspiel

23.02.2020 16:00 Uhr

Die Behandlung eines mutmaßlichen Clan-Mitglieds aus Montenegro in der MHH wird Thema im Niedersächsischen Landtag. Die Landesregierung will das Parlament über den Fall informieren. mehr

MHH: Mutmaßliches Clan-Mitglied ausgeflogen

20.02.2020 20:00 Uhr

Das mutmaßliche Clan-Mitglied aus der MHH ist mit seiner Frau am Flughafen Hannover in einer Ambulanzmaschine gestartet. Innenminister Pistorius spricht von einer "unnötigen Episode". mehr

Wer ist der streng bewachte Patient in der MHH?

20.02.2020 17:00 Uhr

Ein mutmaßliches Clan-Mitglied, das in der MHH behandelt wird, war in Montenegro durch Schüsse lebensgefährlich verletzt worden. Ein Verdächtiger wurde vor Ort festgenommen. mehr

Polizeieinsatz an MHH: Staatsanwaltschaft ermittelt

19.02.2020 13:00 Uhr

Die Medizinische Hochschule Hannover steht wegen der Behandlung eines mutmaßlichen Clan-Chefs aus Montenegro in der Kritik. Inzwischen ermittelt auch die Staatsanwaltschaft. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 27.02.2020 | 08:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen

01:34
Niedersachsen 18.00
05:58
Hallo Niedersachsen
02:53
Hallo Niedersachsen