Stand: 27.03.2019 10:28 Uhr

Polit-Talk beim Parlamentarischen Abend des NDR

von Christina von Saß

Ein Parlamentarischer Abend ist immer etwas Besonderes - zumal bei seiner Premiere. Erstmals hat der Norddeutsche Rundfunk in Niedersachsen rund 150 Abgeordnete aus Landtag und Bundestag zum Parlamentarischen Abend ins Landesfunkhaus in Hannover eingeladen. Zeit für spannende Gespräche über Politik und Medien - mit Blick auf den abendlichen Maschsee. Unter den Gästen waren Sozialministerin Carola Reimann (SPD), Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU), Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) und Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) sowie allen voran Ministerpräsident Stephan Weil (SPD).

Lob vom Ministerpräsidenten

Weil freute sich zunächst über die "unerwartete Einladung" und mutmaßte mit einem Augenzwinkern, dem NDR sei wohl aufgefallen, dass das "größte, beitragsstärkste und selbstverständlich auch schönste Beitragsland des Norddeutschen Rundfunks Niedersachsen ist". Ernst fuhr er dann fort, dass man gerade in Zeiten von Populismus und Fake News wisse, wie wichtig die Arbeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sei. "Wir wissen, was wir am NDR haben und wir bitten Sie herzlich so weiterzumachen", sagte Weil: "Wir bleiben in Ihrer Fankurve."

Busemann: "Kann nicht genug berichtet werden"

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Landtags-Vizepräsident Busemann (r.) betonte die Bedeutung der Partnerschaft von Politik und Journalismus.

Der stellvertretende Landtagspräsident Bernd Busemann (CDU) unterstrich, wie wichtig es sei, dass der Journalismus politische Entscheidungen begleite. So vieles, was im Landtag beschlossen werde, sei relevant für Kommunen, Schulen, Polizei und Justiz - da könne gar nicht genug berichtet werden. "Im Guten wie manchmal auch Nachteiligen, aber das gehört irgendwie zusammen und diese Partnerschaft würde ich gern auch weiterhin gepflegt wissen", so Busemann.

Vertrauen in den NDR ist unverändert groß

Der Intendant des NDR, Lutz Marmor, sprach offen davon, dass es zurzeit auch Gegenwind gebe. "Wir merken, wir müssen immer wieder erklären, was wir tun", betonte er. Solch ein Abend biete dafür eine gute Gelegenheit. "Wir treffen viele Multiplikatoren, Politikerinnen und Politiker und wir stellen uns auch der Kritik", sagte er. Zuzuhören sei in der heutigen Zeit wichtig. Vier von fünf Norddeutschen sagten, dass sie dem NDR vertrauen. Aber dieses Vertrauen müsse man jeden Tag wieder neu erwerben. Die Arbeit des NDR sei wichtig für die Gesellschaft. "Journalismus ist wichtig, Information ist wichtig, da muss man auch Kritik aushalten", so Marmor. Politik und Medien, das reibe sich ja manchmal und das sei auch gut so, betonte Arno Beyer, Direktor des Landesfunkhauses und stellvertretender Intendant. Am Ende zähle, dass man "gutes Programm" mache und sage, wie es "zugeht in der Welt".

In Kiel und Schwerin hatte es bereits ähnliche Veranstaltungen gegeben. Als nächstes ist ein Parlamentarischer Abend im Herbst in Hamburg geplant.

Weitere Informationen

Parlamentarischer Abend des NDR

Die Vize-Präsidentin des Landtags, Schlupp, hat die Bedeutung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks unterstrichen. Vor allem Glaubwürdigkeit sei wichtig, sagte sie auf dem Parlamentarischen Abend. (06.03.2019) mehr

Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 27.03.2019 | 19:30 Uhr

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