Stand: 05.07.2019 14:48 Uhr

Pflege: Sozialministerin will Verbesserungen

Mit einem Bündnis aus Krankenkassen, Pflegeanbietern und kommunalen Spitzenverbänden will Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann die Pflege im Land voranbringen. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen. "Es ist kein Geheimnis, dass die Situation in der Pflege angespannt ist", sagte Reimann am Freitag in Hannover im Hinblick auf den Fachkräftemangel in der Pflegebranche. Bei einer Pflegekonferenz im Herbst sollen daher Maßnahmen vereinbart werden, die bessere Bedingungen sowohl für die Pflegebedürftigen als auch für die Pflegenden schaffen sollen. Neben dem Sozialministerium sind 13 Partner an der konzertierten Aktion beteiligt.

"Hohe gesellschaftliche Verantwortung"

"Wir haben eine hohe gesellschaftliche Verantwortung", betonte Diözesan-Caritasdirektor Franz Loth. "Irgendwann kann uns das alle treffen." Als Beispiele für bessere Arbeitsbedingungen nannte der Vorstand des Deutschen Roten Kreuzes in Niedersachsen, Ralf Selbach, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf mit Teilzeitmodellen, eine gute Vergütung und eine Entlastung durch digitale Prozesse.

Rund 4.300 Stellen unbesetzt

In Niedersachsen sind rund 130.000 Menschen in der ambulanten und stationären Pflege beschäftigt. Weitere 38.000 Menschen arbeiten im Pflegedienst der Krankenhäuser. Im vergangenen Jahr gab es 1.475 unbesetzte Stellen in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie 2.900 unbesetzte Stellen in der Altenpflege.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 05.07.2019 | 14:00 Uhr

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