Stand: 18.09.2019 17:54 Uhr

Organisationen unterstützen #FridaysforFuture

Wenn die Bundesregierung am Freitag ihr Klimaschutzpaket beschließt, werden in der ganzen Welt wieder Menschen dem Aufruf der "Fridays for Future"-Bewegung zum globalen "Klimastreik" folgen. Auch in Niedersachsen sind an diesem Tag zahlreiche Aktionen geplant: An rund 70 Orten von Cuxhaven bis Dissen und von Gronau bis Wolfsburg wollen Schüler mit möglichst vielen Unterstützern für besseren Umweltschutz auf die Straße gehen. Organisationen und Institutionen haben angekündigt, sich unter dem Motto #AllefürsKlima anzuschließen.

Fridays for Future

Internationaler Klimastreik am Freitag

Niedersachsen 18.00 -

Allein in Niedersachsen sind für Freitag 71 #FridaysForFuture-Demos angemeldet. In der Landeshauptstadt werden unter dem Motto "Hannover lahmlegen" rund 10.000 Teilnehmer erwartet.

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Christliche Kirchen in Niedersachsen unterstützen Demos

"Am 20. September setzt die Welt ein Zeichen und jede und jeder ist aufgerufen, dabei zu sein", sagte Landesbischof Ralf Meister von der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Er stelle seinen Mitarbeitern frei, am "Klimastreik" teilzunehmen. "Wenn wir als Christinnen und Christen an den Demonstrationen in unseren Städten und Dörfern teilnehmen, zeigen wir, dass für uns die Zukunft dieser Schöpfung, unserer Erde, ein entscheidendes Anliegen ist." Auch die evangelisch-lutherische Kirche in Oldenburg und Braunschweig sowie das katholische Bistum Osnabrück unterstützen den Aufruf.

Videos
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#FridaysForFuture: "Hannover lahmlegen"

Die Klima-Aktivisten von #FridaysForFuture planen am Freitag eine große Demonstration, unter anderem in Hannover. Teilnehmerin Hannah-Sofie Springer erklärt, warum sie mitmacht. Video (00:33 min)

Gewerkschaften unterstützen Protest - teilweise

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Niedersachsen will Möglichkeiten für Schüler, an den Freitagsdemonstrationen teilzunehmen. "Dies kann zum Beispiel ein Projekttag oder eine Klassen-Exkursion sein", sagte die Landesvorsitzende Laura Pooth. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ruft zur Teilnahme am globalen "Klimastreik" auf - außerhalb der Arbeitszeit. Die Industriegewerkschaft IG Bau bittet Arbeitgeber, ihren Mitarbeitern den Streik zu ermöglichen. Dafür gab es jedoch eine Abfuhr der Unternehmerverbände in Niedersachsen. Eine Sprecherin stellte klar, dass eine Teilnahme am Klimastreik während der Arbeitszeit unerwünscht sei und sogar eine Kündigung zur Folge haben könnte. Einzelne Unternehmen kündigten jedoch an, ihren Mitarbeitern frei geben zu wollen, wenn diese streiken möchten.

"Sternmarsch" in Hannover geplant

Die wohl größte Aktion in Niedersachsen ist ein Sternmarsch in Hannover. Fünf Einzeldemonstrationen sollen sich in der Landeshauptstadt zu einem "Sternmarsch" verbinden. Auf Facebook schreiben die Organisatoren: "Die vergangenen Monate haben gezeigt: Der Druck auf die Politik ist gestiegen, das Bewusstsein der Menschen ist geschärft, aber Taten fehlen immer noch. Und das ist fatal, denn uns läuft die Zeit davon." Die fünf Demo-Routen führen am Freitag zum Opernplatz in der Innenstadt. Von dort soll sich der Marsch zu einer Abschlusskundgebung am Trammplatz vor dem Neuen Rathaus bewegen.

Karte: Sternmarsch "Fridays for Future"

Gemeinsam kämpfen und die Klimakrise stoppen

#FridaysForFuture-Aktivisten rufen auf ihrer Internetseite explizit alle Generationen dazu auf, auf der Straße dabei zu sein. Auf Facebook schreibt etwa #FridaysForFuture Hannover: "An alle Erwachsenen, Berufstätigen, Eltern, Großeltern, Tanten, Onkel, Paten und Lehrer*innen: Schließt euch uns an, für eure eigene Zukunft und die eurer Kinder und zukünftiger Generationen! Es ist so wichtig, dass wir immer mehr werden." #FridaysForFuture führt die Demos an, aber zum ersten Mal dürfen auch Greenpeace und andere Nichtregierungsorganisation bei den Demos sichtbar mitlaufen.

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Die hannoversche Landeskirche ruft ihre Mitarbeiter zur Beteiligung am globalen "Klimastreik" auf. Die Kirchen seien Partner der #FridaysForFuture-Bewegung, sagte Bischof Meister. (09.09.2019) mehr

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 20.09.2019 | 15:00 Uhr

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